Es ist bereits das 40. Jahrbuch, das der Haaren-Verlautenheidener Heimatverein seit Gründung im Jahr 1984 herausgebracht hat. Wie üblich lud der Verein zu einer kleinen Veranstaltung ins Seniorenheim in der Haarbachtalstraße ein, um das neue Buch vorzustellen und an die anwesenden Mitglieder zu verteilen. Und es waren wieder viele Interessierte erschienen, so auch unser Bezirksbürgermeister Daniel Hecker, der zu dem Jahrbuch ein Grußwort geschrieben hatte.
Die Leiterin des Seniorenheims, Frau Ruth Bales, begrüßte die Runde und betonte, dass sie die Räumlichkeiten dem Heimatverein gerne zur Verfügung stellt, gerne auch wieder im nächsten Jahr. Sie bedankte sich bei den vielen ehrenamtlichen Helfern, die zum Gelingen des Jahrbuchs beigetragen haben.
Auch Dr. Siegfried Graf, Vorsitzender des Heimatvereins, dankte den Autoren und gab eine kurze Vorschau zu den Themen des diesjährigen Buches.
Anschließend erzählte unser 2. Vorsitzender, Richard Senden, ein wenig über die Artikel, die er zum aktuellen Jahrbuch beigetragen hat. Da wäre der Bericht über die Brüder Anton und Hubert Lenoir aus Quinx. Ihre Schicksale stehen exemplarisch für so viele Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg zu Tode kamen. Hubert Lenoir starb schon 1940 an Lungenentzündung, sein Bruder Anton geriet in russische Kriegsgefangenschaft und starb dort Ende 1943.
Ein anderer Artikel von Richard Senden beschäftigt sich mit der Wiese "Sandkuhlen" am Thürmchen bei Verlautenheide. Und ein weiterer Artikel beruht auf einem Zeitungsbericht, in welchem die steilsten Straßen in Aachen genannt wurden. Auf Basis des Aachener Geoportals wurden jetzt die steilsten Straßen in Haaren und Verlautenheide herausgesucht und vorgestellt.
Als nächstes berichtete der Geschäftsführer Franz-Josef Heuser kurz über den Heimatverein und die Entstehung des Jahrbuches und ging dann näher ein in dessen Inhalte. Aus dem Nachlass von Hans Sturm stammt ein Bericht über die Familie Dossing und zwar über einen Zeitraum von gut 100 Jahren (1767 bis 1873). Der nächste Bericht dürfte viele Haarener oder auch Aachener überrascht haben: In den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts gab es ernsthafte Pläne, Aachen über einen Kanal an den Rhein anzubinden. Konkret sollte der Aachen-Rhein-Kanal vom Rhein bei Düsseldorf über Jülich nach Aachen führen, und in Haaren etwa in dem Bereich von Hergelsbenden sollte ein Hafen angelegt werden. Primär ging es dabei um den günstigen Transport von Kohle.
In weiteren Geschichten geht es um einen Mordfall in 1909, um das Strangenhäuschen und über die Entstehung des Haarener Wappens.
Nach diesen Vorträgen wurden dann endlich die Bücher an alle anwesenden Mitglieder verteilt. So konnte man noch etwas zusammensitzen, im neuen Buch schökern oder sich gepflegt unterhalten.
Noch ein Hinweis: Diejenigen Mitglieder, die nicht zur Buchvorstellung kommen konnten, haben die Möglichkeit, sich ihr Exemplar im Heimatforum montags 10-12 Uhr abzuholen oder beim Mühlencafé am Tag des offenen Denkmals am 14. September 2025.