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Heimatverein
 Bericht Nr. 429 
25.10.2022

Haaren als Teil der Pfarre Würselen vor 1623

Vortrag von Günter Breuer von der Geschichtswerkstatt Würselen

Bericht: Franz-Josef Heuser, Foto: Peter Tritthart

HV

Haaren (einschl. Verlautenheide) gehörte von alters her zur Pfarre Würselen und zum Aachener Reich. Die Würselener Kirche war die Mutterkirche des ganzen Bezirks. Sie wird bereits 871 erwähnt und war ursprünglich Kapelle des Königsgutes Wormsalt, aus dem der Ort Würselen entstand. Die Pfarrkirche in Würselen war zunächst der heiligen Balbina geweiht, später wurde sie dem heiligen Sebastian geweiht.

In einem Artikel der Schriftenreihe „Aus Aachens Vorzeit Nr. 5“ geht der Autor H.J. Gros auf die Einteilung des Aachener Reiches ein. Unter Bezug auf eine Rechnung aus dem Jahre 1385 geht es um die Quartiere des Aachener Reiches. Er schreibt: „Hier gab es nämlich nur zwei Pfarrkirchen, folglich auch nur zwei Kirchspiele: Würselen und Berg, alle übrigen Kirchen, auch die zu Weiden, Haaren und Orsbach waren Kapellen ohne Pfarrrechte. Wenn auch von der Haarener Kapelle angenommen werden könnte, dass dieselbe einmal Pfarrkirche war und erst später mit Würselen vereinigt wurde.“

Das Aachener Reich gehörte damals zu zwei Bistümern. Während die links der Wurm gelegene Pfarre Aachen zum Bistum Lüttich gehörte, gehörten die Orte rechts der Wurm - also auch Haaren - zum Erzbistum Köln. Seit dem 15 Jh. hatte Haaren ein Hospiz mit zugehöriger Valentins-Kapelle. Das Hospiz wird in einer Urkunde von 1461 beschrieben. 1474 kam es an die Abtei Kornelimünster, im 16. Jh. ging es in den Besitz des Deutschen Ordens über; 1616 wurde es zerstört.

Die Eigenständigkeit der Haarener Pfarre wurde 1623 erneut beurkundet. Herr Breuer schloss sich aber der Meinung an, dass Haaren bereits vorher eine so große Selbstständigkeit besaß, dass die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass die Haarener Kirche vor 1623 einmal Pfarrkirche war und erst später mit Würselen vereinigt wurde. Der Grund der Vereinigung wird wohl die Reduzierung der Bevölkerung auf Grund von Hungersnöten durch Kriegsgeschehen oder Ernteausfall gewesen sein.

In den Archiven in den Bistümern Aachen und Köln sowie in dem Pfarrarchiv in Würselen liegen noch eine große Anzahl unbearbeiteter Dokumente. Bei deren Auswertung könnte evtl. die Situation geklärt werden.



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