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Heimatverein
 Bericht Nr. 417 
02.03.2022

Morde und Missetaten

Entdeckung Aachens dunkler Seiten
Führung zu geheimnisvollen und sagenumwobenen Plätzen in der Kaiserstadt

Bericht: Dr. Siegfried Graf, Fotos: Franz-Josef Heuser

An Aschermittwoch traf sich eine große Gruppe Mitglieder des Heimatvereins am Elisenbrunnen. Hier wartete Frau Verwijst auf uns, um uns während des Spazierganges rund um Dom und Rathaus so einiges über Aachens frühere, dunklere Seiten zu erzählen.

Gleich hier am Elisenbrunnen erfuhren wir von den Missetaten zweier bekannte Persönlichkeiten, die daher auch nicht auf den großen Steintafeln mit den bekannten Kurgästen aus vergangenen Zeiten aufgelistet sind. Dies waren der berühmt-berücksichtigte Casanova, der um 1762 hier sein Unwesen trieb und Otto von Bismarck, der nach seinem Examen als Referendar einige Zeit in Aachen lebte und hier durch häufiges Roulettespiel hohe Spielschulden anhäufte sowie durch diverse Affären auffiel.


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Hier am Friedrich-Wilhelm-Platz wohnte im 19. Jahrhundert die reiche Familie Cockerill in einem schicken Stadtpalais. Da die Mitarbeiter von Cockerill nicht gut bezahlt wurden, stürmten sie während des Aachener Aufruhrs im August 1830 dieses Stadtpalais und plünderten es.

Auf dem weiteren Weg erfuhren wir die Geschichte von Wilhelm von Holland, der 1247 zum König gewählt wurde, da kein deutscher Fürst den Kampf gegen das Adelsgeschlecht der Staufer aufnehmen wollte. Die Aachener hatten aber kein Interesse daran, dass er in Aachen gekrönt wurde. Sie machten daher die Stadtmauern dicht und ließen ihn nicht in die Stadt. Wilhelm von Holland ließ sich das aber nicht bieten und baute nach holländischer Manier einen Wall, um das Wasser der Aachener Bäche zu stauen und die Stadt knietief unter Wasser zu setzen. Erst nachdem die Stadt unter Wasser stand, gaben die Aachener nach, und er wurde 1248 doch noch in Aachen zum König gekrönt.

Das Brunnendenkmal Hühnerdieb erinnert an einen Dieb, der im Dunkeln anstelle eines Huhns einen Hahn erwischte. Dieser Hahn weckte aber dann durch sein lautes Gezeter den Bauern, der sich schließlich den Dieb schnappen konnte.


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Der Katschhof ist der Ort des ehemaligen Prangers, an dem viele Urteile vollstreckt wurden.


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Vom Katschhof aus ging es zum Grashaus, dem ersten Aachener Rathaus. Das Gebäude wurde auch als Gericht und Gefängnis benutzt. Verhandelt wurden hier insbesondere schwere Vergehen, die mit dem Tode bestraft werden konnten. Im Innenhof wurden die Verurteilten öffentlich hingerichtet.

Auf dem Spazierweg haben wir noch so einiges mehr über Morde und Missetaten erfahren. In der Nähe des Grashauses ging die interessante Führung zu Ende. Anschließend traf man sich im Wehrhaften Schmied zu unserem traditionellen Fischessen.





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