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Heimatverein
 Bericht Nr. 414 
05.10.2021

Vortrag „Reise in die Verbotene Stadt“

Bericht u. Fotos: Dr. Siegfried Graf

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Während einer Reise nach China im Juni 2012 habe ich in Beijing (Peking) unter anderem die Verbotene Stadt und den Platz des Himmlischen Friedens besucht.

Pekings Kaiserpalast gleicht einer Festung, von einer 10 m hohen Mauer und einem breiten Graben umschlossen, liegt der 960 m lange, rechteckige Komplex der Verbotenen Stadt in der Mitte Pekings. Auf dem Gelände befinden sich insgesamt 890 Paläste mit 8.886 Räumen. Einer Legende nach sollen es eigentlich 9.999½ Räume sein. Allerdings wird bereits der Raum zwischen 4 Säulen als eigenständiger Raum gezählt. Der halbe Raum hat symbolischen Charakter. Danach durfte nur der Himmel einen Palast mit 10.000 Räumen besitzen. Der Palast wurden 1420 nach 17-jähriger Bauzeit bezogen und blieb bis 1911 Residenz und Regierungssitz der Ming- und Qing-Kaiser. So bildet der Kaiserpalast das größte Ensemble klassisch-chinesischer Gebäude. Von der „Verbotenen Stadt“ spricht man, da keiner außer dem Kaiser aus eigener Machtvollkommenheit Zutritt besaß. Mit Haupt- und Nebenfrauen, Konkubinen, Kindern und Eunuchen lebten hier bis zu 3.000 Personen.


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Das Mittagstor, auch wegen seiner 5 Pavillons Fünf-Phönix-Tor genannt, ist der Haupteingang zur Verbotenen Stadt. Aufgrund des Smogs während meines Besuches haben die Bilder alle einen gewissen Grauschleier.

Zur Orientierung in der Verbotenen Stadt wurde am Eingang ein Audioguide ausgeliehen, der den Plan der Verbotenen Stadt anzeigte und auch alle Sehenswürdigkeiten durch LEDs signalisierte. Die LEDs wechselten an der besuchten Sehenswürdigkeit ihre Farbe von Rot nach Grün, gleichzeitig konnte man die zugehörigen Erläuterungen hören.


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Audioguide

Betritt man die Verbotene Stadt durch das Mittagstor bekommt man sofort den Blick auf das Tor der Höchsten Harmonie.


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Tor der Höchsten Harmonie

Durch dieses Tor gelangt man zur Halle der Höchsten Harmonie, sie ist die vordere der drei großen Hallen, ein Symbol des konfuzianischen Idealzustands der Gesellschaft und damit der kosmischen Ordnung. Dahinter blickt man auf das Herz des Kaiserpalastes, der sich inmitten eines weitläufigen Hofs auf einer Terrasse erhebt. Die Halle der Höchsten Harmonie war Audienzhalle und Zentrum der wichtigsten Zeremonien.


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Halle der Höchsten Harmonie


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Einige Details aus der Nähe

Alle drei Hallen verfügen über kaiserliche Throne, der größte und aufwändigste ist der in der Halle der höchsten Harmonie, den man leider nur von der Seite sehen konnte, da das mittleres Tor geschlossen war.


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Kaiserlicher Thron in der Halle der Höchsten Harmonie

Hinter der Halle der Höchsten Harmonie liegt die Halle der Mittleren Harmonie, quasi der Probenraum für die höchst komplizierten Zeremonien der damaligen Zeit. Die Halle der mittleren Harmonie ist eine kleinere, quadratische Halle, in der sich der Kaiser vor und während der Zeremonien vorbereitete bzw. ausruhte.


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Halle der Mittleren Harmonie

Als dritte Halle folgt die Halle zur Erhaltung der Harmonie, in der die Bankette zum neuen Jahr und in der Qing-Zeit die Palastexamen stattfanden. Hinter diesem Dreierensemble verlässt man den Bereich des Außenhofs.


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Halle zur Erhaltung der Harmonie

In der Mitte der Rampen, die von der Nord- und Südseite zu den Terrassen führen, befinden sich zeremonielle Rampen, die Teil des Kaiserweges waren und kunstvolle und symbolische Basreliefschnitzereien aufweisen. Die nördliche Rampe hinter der Halle zur Erhaltung der Harmonie besteht aus einem einzigen Stück Stein mit einer Länge von 16,57 Metern, einer Breite von 3,07 Metern und einer Dicke von 1,7 Metern. Er wiegt rund 200 Tonnen und ist die größte derartige Schnitzerei in China. Die südliche Rampe vor der Halle der Höchsten Harmonie ist noch länger, besteht jedoch aus zwei miteinander verbundenen Steinplatten. Die Fuge wurde mit überlappenden Reliefschnitzereien raffiniert verborgen und erst entdeckt, als die Verwitterung den Spalt vergrößerte. Die Steinplatten wurden wahrscheinlich von einem Steinbruch über einen Eisschlitten auf einem Eisweg transportiert, der unterwegs mit Brunnenwasser geschmiert wurde.


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200t schweres Steinrelief aus einem Stück hinter der Halle zur Erhaltung der Harmonie

Hinter dem Äußeren Hof gelangt man zu den Inneren Gemächern. Hier wohnte die kaiserliche Familie. In der Halle der Berührung von Himmel und Erde residierten während der Ming-Zeit die Kaiserinnen, später wurden in ihr die kaiserlichen Siegel aufbewahrt.


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Halle der Berührung von Himmel und Erde

In den Inneren Gemächern befindet sich auch der Palast der Irdischen Ruhe. Er war ursprünglich das Schlafgemach der Kaiserin, wurde aber später nur noch für die kaiserliche Hochzeitsnacht und religiöse Zeremonien genutzt.


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Palast der irdischen Ruhe

Ganz im Norden der Verbotenen Stadt gelangt schließlich man zu dem Kaiserlichen Garten.


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Zugang zum kaiserlichen Garten


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Einer der Pavillons im kaiserlichen Garten

Nach dem Besuch der Verbotenen Stadt bin ich zum Platz des Himmlischen Friedens, der an das Südende der Verbotenen Stadt mit dem Tor des Himmlischen Friedens angrenzt, gegangen. Der Platz des Himmlischen Friedens ist mit 500m Breite und 880m Länge der größte Platz der Erde und steingewordenes Monument der modernen Geschichte Chinas


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Tor des himmlischen Friedens vom Platz des himmlischen Friedens aus gesehen


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Platz des Himmlischen Friedens, an Ende des Platzes das Mao Mausoleum hinter dem Monument der Volkshelden


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Im Westen die Große Halle des Volkes


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Im Osten das Chinesische Nationalmuseum

Am späten Nachmittag noch schnell im Seidenmarkt ein paar Mitbringsel eingekauft.


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Der Seidenmarkt


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Einige der Verkaufsstände im Inneren

Am Abend wurde noch der Donghuamen, der Nachtmarkt von Peking, wo es viele frisch zubereitete Leckereien gibt, besucht. Einige der Leckereien wurden auch probiert. Zum Abschluss des Abends folgte dann durch die Leckereien gestärkt noch ein Bummel auf der Wangfujing, Pekings berühmtem Boulevard.


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Nachtmarkt in Peking


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Wangfujing

All das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus all dem Erlebten in China.




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