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Heimatverein
 Bericht Nr. 132 
07.06.2011

Dienstagstreff und Verzällabend

Bericht: Helmut Vondenhoff

Was sich in den letzten Monaten schon abzeichnete, ansteigende Besucherzahlen, hält unverändert an. Mundpropaganda ist in Haaren der beste Motor um Dinge in Bewegung und in Schwung zu halten. Unsere starke Seniorenabteilung rund um unsere Mitglieder der Familien Hüllenkremer -Sion und Nebenlinien, sind Garanten für gute Laune und Heiterkeit. Schnell springt dieser Funke der guten Laune auf alle Anwesende über. Gab es in der Nachkriegszeit und in den Folgejahren in Haaren Feste zu feiern und es waren Hüllenkremer dabei, wurde unter Garantie viel und oft gesungen. Heute sind viele dieser Sangesbrüder in die Jahre gekommen aber die Sangeslust ist ihnen nicht vergangen. Mehr und mehr verlagern sie ihre Sangesaktivitäten in den Heimatverein, sei es beim alljährlichen Mühlenfest oder bei den letzten Treffen im Heimatforum. Unsere Schatzmeisterin Marlies Hilger, frisch von einer weiteren Reise aus Rottach-Egeren zurückgekehrt, brachte in altbekannter „Rotkäppchen Manier“ einen Korb voll mit Weinflaschen zum Treffen und lud alle auf einen edlen Tropfen ein. Ohne große Aufforderung stimmten alle auf ein Hoch für unsere Marlies mit einem Trinklied ein. Wir wären nicht in Haaren wenn daraus nicht ein zünftiger Liederabend würde. Alle uns noch bekannten Mailieder wurden mit kräftiger Unterstützung der ehemaligen Maijungen Josef Sion und Josef Hüllenkremer mit ihren ehemaligen Maibräuten Änne und Lisbeth gesungen. Bethi Dickmann, in Haaren bekannt als „et Bethi Deutscher“, Tochter der legendären Eisverkäuferin „Trauta“, gab ein Erlebnis aus ihrer Jugendzeit aus dem Jahr 1949 zum Besten. Die Maijungen in Haaren sangen am Vorabend zum 1. Mai ihre Bräute aus. Als Dank dafür erhielten sie von der jeweiligen Maibraut Naturalien wie Eier, Schnaps etc. In der versorgungsarmen Zeit waren Vorräte knapp und viele Nahrungsmittel wurden selbst hergestellt. So hatte die Familie Deutscher u.a. neben einigen Flaschen „Sherry-Knolli“ (Kartoffelschnaps) auch selbst gemachten Essig im Schrank. Da die Maijungen immer abends sangen und die Maibräute im dunklen Flur mit klopfendem Herzen warteten ob sie ausgewählt wurden, stand auch Bethi hinter der Haustür und wurde tatsächlich ausgesungen. In der Aufregung und in der Dunkelheit griff sie in den Schrank und überreichte eine Flasche vom Besten an die Maijungen. Die legten die Flasche in den Korb und zogen mit einem Dankeslied weiter. Nach Jahren besuchte Willy Tillmann, der Organisator der Maijungen, die Familie Deutscher und erzählte dass wohl irgendjemand den Maijungen einen Streich mit einer Flasche Essig gespielt hatte. Franz, Trauta und Bethi Deutscher haben den Atem angehalten denn sie hatten nach einiger Zeit den Irrtum bemerkt aber eisern geschwiegen. Bethi hat erst vor einigen Jahren zum ersten Male in der Öffentlichkeit darüber gesprochen. Wir haben uns nach all den Jahren noch köstlich darüber amüsiert.

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links Marlies Hilger und rechts Bethi Dickmann

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Typische Dienstagstreff Atmosphäre vor den Gesangsdarbietungen

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Karola Franzen, links, nach ihrem Armbruch wieder dabei

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ehemalige Maijungen Josef Hüllenkremer

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und Josef Sion




Buch
Buchvorstellung

und Verteilung am 17.08.2021

18 Uhr im Seniorenzentrum

Nächste Termine:
Alle Termine unter Vorbehalt!

Mi, 11.08.2021
offener Treff bei Kaffee und Gebäck
15:00 Uhr Heimatforum

Di, 17.08.2021
Präsentation und Vorstellung des Jahrbuchs 2021
18:00 Uhr Seniorenzentrum Am Haarbach

Mi, 25.08.2021
Rundgang durch Quinx
14 Uhr (Abf. 14:15) Haaren Markt

In Juli und August gilt für unsere Veranstaltungen:

a. Begrenzte Personenzahl im Heimatforum.

b. Zutritt zum Heimatforum nur mit tagesaktuellem Test bzw. Impfnachweis1 oder Genesungsnachweis2.

c. Eintrag in Anwesenheitsliste ist Pflicht.

d. Maskenpflicht für alle, die nicht auf einem festen Sitzplatz sitzen.

1 Mit Nachweis einer vor mindestens 14 Tagen abgeschlossenen vollständigen Impfung gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff.
2 Mit Nachweis eines positiven Testergebnisses, das auf einer Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) beruht und mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate zurückliegt.
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