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Heimatverein

1958 bis 2009 St. Martin Aachen

Autor: Franz-Josef Heuser

- Die Kirche St. Martin
- Die Kirchenbücher von St. Martin
- Das Patrozinium des Hl. Martin von Tours
- Die Pfarrer und Priester an der Kirche St. Martin
- Auflösung der Pfarre St. Martin

 

Die Kirche St. Martin

Hervorgegangen aus der Pfarre St. Elisabeth entsteht die Gemeinde St. Martin als Rektoratsgemeinde/Pfarrvikarie und Josef Geuenich wird der erste Pfarrvikar der Gemeinde.

In den dreißiger Jahren des 20. Jhs. wurde das Industriegebiet im Nordosten von Aachen immer mehr besiedelt. 1936 gründete man den Kirchbauverein St. Martinus. Seit 1945 bis zur Fertigstellung der Kirche am 29.3.1954 wurde täglich in einer Halle der Waggonfabrik Talbot Gottesdienst gefeiert. Am 17.9.1951 wurde Joseph Geuenich zum ersten Rektor an St. Martin berufen. Die Abtrennung von St. Elisabeth datiert vom 1.4.1958, die Pfarrerhebung war am 1.1.1960. Die Pfarre bestand bis zum 31.12.2009.

Die erste Pfarrkirche zum hl. Martin von Tours. Am 25. Mai 1953 war die Grundsteinlegung der vom Architektenteam Dr. Bertram und Dr. Lang entworfenen Kirche. Am 29. März 1954 war die feierliche Kirchweihe. Nach einem Brand 1970 wurde die Kirche umgestaltet, Architekt Romme, 1991/92 instand gesetzt, Architekt Matthias Kleuters.

Saalkirche in Backstein und Eisenbeton, mit Altarraum im Osten als Querschiff; der breite Altarraum hat gebogenen Abschluss; die Vorhalle im Westen ist als Werktagskirche und Sakristei eingerichtet; südlich davon der rechteckige Turm mit hohem Glockengeschoß. 200 Sitzplätze.

Am 24.10.2005 wurde die katholische Kirche Sankt Martin in Aachen im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes der örtlichen freievangelischen Vineyard-Gemeinde abgetreten. Zwischenzeitlich ist ein Teil des Pfarrheimes umgebaut und ein Gottesdienstraum hergerichtet.

vor vor



Die Kirchenbücher von St. Martin

Im Pfarrbüro befinden sich folgende Bücher von St. Martin:

Taufen:
1951 - 1977
1978 - 31.12.2009

Heiraten:
1951 - 31.12.2009

Beerdigungen:
1951 - 31.12.2009



Das Patrozinium des Hl. Martin von Tours

Die Kirche wurde dem hl. Martin von Tours geweiht.



Die Pfarrer und Priester an der Kirche St. Martin


1951 - 1962 Joseph Geuenich, Rektor, Pfarrer
Josef Geuenich wurde am 23. Februar 1913 in Stolberg-Atsch geboren. Eltern: Werkmeister Reiner Geuenich und Agnes Adolphs. Abitur 1934 in Eschweiler. Nach dem Studium (1934-1939) der Philosophie und der Theologie an St. Georgen in Frankfurt/Main, einer Hochschule der Jesuiten, sowie dem Priesterseminar in Aachen wurde Josef Geuenich wegen des drohenden Krieges am 12. September 1939, also kurz vor Kriegsausbruch, vorzeitig zum Priester geweiht. Seine Primiz feierte er dann am 2. Weihnachtstag desselben Jahres in der Pfarre St. Antonius in Eschweiler-Bergrath.
Der junge Priester war zunächst als Kaplan in der Pfarre Heilig Kreuz in Mönchengladbach tätig, ehe er nach Aachen versetzt wurde. Hier war Geuenich von 1946 an als Kaplan der Pfarre St. Elisabeth und ab 19.9.1951 an St. Martin seelsorgerisch tätig. Nach kurzer Zeit als Pfarrrektor hatte er in der Pfarre St. Martin auch seine erste Stelle als Pfarrer.
Am 13.12.1961 wurde Josef Geuenich Pfarrer der Propsteipfarrei St. Adalbert, der er bis zu seinem Tode den Titel Propst verdankte und in der er bis zu seinem Ruhestand ab 1.4.1978 tätig war. Er starb am 6.1.2004 und wurde in Eschweiler-Bergrath begraben.
1962 - 1969
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Johannes Winker, Pfarrvikar und Pfarrer
Geb. 11.3.1920 in Lütgendortmund, Eltern: Johann Winker und Anna Kupniewski. Abitur 1938 in Neuss, Studium 1938-1948 (1940-1947 Wehrdienst, Gefangenschaft) in Bonn, Paderborn, Chartres und Aachen. Priesterweihe 28.12.1948 Aachen. Ab 3.2.1962 an St. Martin. Ab 1969 Pfarrer in Kirchhoven. 1988 in den Ruhestand. Verstarb am 17.5.2007 in Hückelhoven.
1969 - 1974 Joseph Olivier, Pfarrvikar und Pfarrer
Geb. 15.7.1932 in Aachen, Eltern: Goldschmied Lambert Olivier und Apollonia Reims
Abitur 1954 in München, Studium 1956-1960 Bonn und Aachen. Priesterweihe 25.7.1960 Aachen, St. Paul. 12.2.1969 Pfarrvikar und ab 1.4.1971 Pfarrer an St. Martin. Wurde 1.1.1975 Pfarrer in Heimbach. Verstarb am 19.2.2001 in Heimbach
1975 - 1983
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Dr. theol. Herbert Kaefer, Pfarrer
Wurde am 18.7.1938 als Sohn der Eheleute Kar1 Kaefer aus Höfen und Katharina geb. Tillmans aus Neuß in Düren geboren und am 22.2.1964 im Dom zu Aachen zum Priester geweiht. Abitur 1958 am Gymnasium Schleiden, anschließend Studium an der Jesuitenhochschule St. Georgen in Frankfurt und an der Uni München. Nach der Priesterweihe 1964–1968 Kaplan am Bischöflichen Konvikt Haus Eich; 1968–1971 Assistent am Collegium Leoninum Bonn. 1971–1975 studienhalber beurlaubt in die Eifel: dort Seelsorge in Keldenich, Kreuzberg und auf dem Campingplatz Hellenthal. 1976 promoviert zum Dr. theol. an der Uni Bonn. Am 1.11.1976 wurde er durch Dechant Lenzen in sein Amt als Pfarrer von St. Germanus, Haaren, eingeführt. Seit 1982 ist er Dechant des Dekanates Aachen-Nord. Für seinen vorbildlichen Einsatz für gesellschaftlich Schwache wie Obdachlose und Asylbewerber sowie seinen Beistand für Kriegsdienstverweigerer wurde er im Jahr 1991 als nationaler Preisträger mit den Aachener Friedenspreis geehrt. 2003 ging er in den Ruhestand und zog nach Gemünd. Im Jahre 2009 erhielt er die silberne Ehrennadel von Misereor.

Seit 1976 gab es die Pastoralgemeinschaft Aachen-Nord. Sie bestand aus den Pfarren St. Germanus (Haaren), St. Hubert (Verlautenheide) und St. Martin (Aachen-Liebigstraße, heute Heinrich-Hollands-Straße).

Pfarrer Kaefer gründete die Pastoralgemeinschaft Aachen-Nord, da sich die Seelsorge mit der gesellschaftlichen Entwicklung änderte. Dabei sollten die Gemeinden und die Hauptamtlichen im Pastoralteam sich ergänzen und bereichern.

In den Gemeinden der Pastoralgemeinschaft Aachen-Nord arbeiteten ein Pastoralteam aus Priestern und Laien im pastoralen Dienst. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter hatte territoriale und pfarrübergreifende Schwerpunkte.

Dr. Herbert Kaefer war Pfarrer von Haaren 1976 – 2003 und Leiter des Pastoralteams. 1975 – 1983 war er zugleich Pfarrvikar von St. Martin und 1976 – 1983 Pfarrvikar von St. Hubert. Manfred Esmajor war Pfarrvikar von St. Martin und von St. Hubert 1983 – 1992. 1992 – 2003 war Dr. Herbert Kaefer als Dechant Pfarrverweser von St. Martin und von St. Hubert.

Im Pastoralteam arbeiteten folgende Kapläne mit: Peter Stolle, Roland Tendyck, Anton Straeten, Ferdinand Birrewitz, Rolf -Peter Cremer, Michael Schicks, Thorsten Aymanns.

Nachfolgende Pastoral- und Gemeindereferenten und -referentinnen arbeiteten im Pastoralteam mit: Gabriele Eichelmann, Elisabeth Goertz-Faßbender, Adelheid Romanski, Thomas Tönneßen, Dorothée Boss-Szudra, Thomas Kolligs, Monika Mann-Kirwan, Sr. Christa Maria.

Folgende SozialarbeiterInnen gehörten zum Pastoralteam: Ewald Heup, Martin Stankewitz-Sybertz, Sigrid Ophoff, Anna Kranz.

Außerdem waren zahlreiche junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Ausbildung in den Gemeinden der Pastoralgemeinschaft tätig: Theologiestudenten im pastoralen Jahr oder als Seminaristen, Pastoral- und Gemeindeassistenten und -assistentinnen sowie Sozialarbeiter oder –arbeiterinnen im Anerkennungsjahr.

In Haaren wohnten zeitweise Priester, die nicht im Gemeindedienst tätig waren, aber in den Gemeinden der Pastoralgemeinschaft Gottesdienste feierten: Winfried Gehlen, Heinz Josef Lambertz, Reinhard Feiter, Stefan Emondts.


1983 - 1992
ME
Manfred Esmajor, Pfarrvikar
geb. 1948, war als Mitglied der Pastoralgemeinschaft vom 16.10.1983 bis 31.1.1992 Pfarrvikar von Verlautenheide. Nach einem Sabbatjahr von Bischof Klaus Hemmerle beauftragt zum Leben und Arbeiten im entkirchtlichen Milieu. Er arbeitete mit Menschen am Rande unserer Gesellschaft und war im Kolpingwerk als Lehrer bei Jugendlichen ohne Perspektive tätig.
1992 - 2003
LJ
Dr. theol. Herbert Kaefer, Pfarrverweser
War als Dechant Pfarrverweser, zusätzlich war ein anderes Mitglied des Pastoralteams Kontaktperson zu Verlautenheide.


1993 / 2003 Die Zusammenarbeit der 3 Pfarrgemeinden der Pastoralgemeinschaft (St. Germanus Haaren, St. Hubert Verlautenheide und St. Martin Aachen-Liebigstraße, heute Heinrich-Hollands-Straße) erhielt eine rechtliche Struktur durch einen Beschluss der Gemeinden zu einer „Weggemeinschaft in Aachen-Nord“. Dieser Kontrakt wurde 1993 ad experimentum vom Bistum bestätigt. Nach bistumsweiten späteren Vorgaben entstand daraus 2003 die Gemeinschaft der Gemeinden Aachen-Nord.

7.7.2003-31.8.2004
HJL
Pfarrer Heinz Josef Lambertz, Würselen, Pfarradm.
Geb. 8.4.1946 in Willich, Priesterweihe am 26.2.1972 in Aachen, seit 2010 im Ruhestand. Offizieller Pfarrverweser war Pfarrer Lambertz, Würselen. Vereinbarungsgemäß erfolgte die Arbeit in den Gemeinden durch zahlreiche Ehrenamtliche und durch die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
1.9.2004-31.12.2009
LJ
Bruder Lukas Jünemann, Pfarrer
Geb. 16.10.1949 in Werdohl (Sauerland), zum Priester geweiht durch Bischof Klaus Hemmerle am 23.02.1985.


Auflösung der Pfarre St. Martin


Aufloesung

Am 31.12.2009 werden die Pfarren St. Germanus (Haaren), St. Hubert (Verlautenheide), St. Elisabeth (Aachen-Blücherplatz) und St. Martin (Aachen-Liebigstraße, heute Heinrich-Hollands-Straße) aufgelöst. In einer feierlichen Messe wurden am 31.12.2009 in der Kirche St. Elisabeth die Kirchenbücher geschlossen.




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