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Heimatverein

1623 bis 2009: St. Germanus Haaren

Autor: Franz-Josef Heuser

- Die Kirche von Haaren
- Die Kirchenbücher von St. Germanus
- Das Patrozinium des Hl. Germanus
- Die Pfarrer an der Pfarrkirche St. Germanus in Haaren
- Kapläne an St. Germanus Haaren
- Auflösung der Pfarre St. Germanus

 

Die kräftige Entwicklung Haarens führte zu Selbständigkeitsbestrebungen. Sie wurden im Beginn des 17. Jahrhunderts erfolgreich. Unter Pfarrer Johannes Braun (Würselen) wurde Haaren am 13. Oktober 1623 zur Pfarre erhoben und von Würselen abgezweigt. Zur Pfarrerhebung hatte der Aachener Rat wesentlich beigetragen, indem er zehneinhalb Morgen Land aus der Allmende in der Flur Kleinheide bei Verlautenheide zum Unterhalt des Pfarrers bereitstellte.

Haarens Kirche ist dem Heiligen Germanus geweiht, Fest am 31. Juli. Der Taufstein stammt aus dem Jahre 1598, Kollator wurde der Aachener Erzpriester, wogegen dem Pfarrer von Würselen die Investitur zukam.


Die Kirche von Haaren

alte Kirche
St. Germanus Haaren, Alte Kirche

Im Handbuch des Bistums steht: „Anstelle der ersten Kapelle wurde 1704 ein einschiffiger Bruchsteinbau gesetzt.“

In der Gemeindechronik von Haaren steht „Das Chor und Sakriastei der im uebrigen sehr alten Kirche wurde gebaut durch Pfarrer Fibus 1704“. Dies widerlegt die Aussage, dass die Kirche 1704 neu gebaut wurde.

Auf den Seiten 20 ff im Buch zum 100jährigen (1992) unserer Kirche wird ebenfalls widerlegt, dass die Kirche von 1704 ist. Man kommt hier zum Ergebnis „.. Dass die alte Kirche mit dem Turm und in ihrem Kern zwischen Ende des 13. und Mitte des 14. Jahrhunderts (1275-1350) gebaut worden ist“.

alte Kirche

Die alte Kirche musste aber einem dreischiffigen großen Backsteinbau aus den Jahren 1889/90 weichen, der am 3. Mai 1892 konsekriert (geweiht) wurde. Heinrich van Kann entwarf den Plan für den Neubau, zu dem am 11. Mai 1890 der Grundstein gelegt wurde. Am 3. Mai 1892 war die feierliche Kirchweihe. Danach wurde die alte Kirche abgerissen; die Fenster dieser Kirche wurden dem Suermondt-Museum der Stadt Aachen übergeben, die Glocken aus 1357 und 1384 dem Kölner Diözesanmuseum. Der Verbleib der restlichen Gegenstände ist im Buch „100 Jahre St. Germanus“ auf Seite 40ff beschrieben.

Die neue Kirche wurde ein Opfer der Kämpfe Ende 1944. Erst in den 60er und 70er Jahren konnten mit dem heutigen Turm (1966), einer neuen Orgel (1967), Vervollständigung des Geläutes der Kirche durch eine dritte Glocke (1972) und letztendlich dem Neubau einer Sakristei (1975) die Restschäden behoben und der äußere Wiederaufbau der Kirche vollendet werden.

vor vor
St. Germanus, vor und nach der Turmerneuerung (1966)


Die Kirchenbücher von St. Germanus

Die erhaltenen Kirchenbücher beginnen im Jahre 16472 . Die Heiratsregister beginnen erst 1650, die Sterberegister 1649. Das nunmehr älteste Buch führt bis zum Jahre 1722, das zweite von 1722 bis 1798.

Im Pfarrarchiv befinden sich folgende Bücher der ehem. Pfarre St. Germanus:

Taufen:
1812 - 1857
1890 - 1909
1910 - 1952
1953 - 1970
1970 - 1984
1984 - 1997
1997 - 31.12.2009

Heiraten:
1838 - 1937
1938 - 1959
1960 - 1981
1981 - 1994
1994 - 31.12.2009

Beerdigungen:
1812 - 1889
1890 - 1940
1941 - 1966
1967 - 2007
2007 - 31.12.2009


Im Stadtarchiv befinden sich folgende Bücher der ehem. Pfarre St. Germanus:

Taufen:
1647 - 1721
1722 - 1798
1812 - 1838
1839 - 1857

Heiraten:
1650 - 1721
1722 - 1798
1812 - 1889

Beerdigungen:
1648 - 1722
1722 - 1798
1812 - 1889


Im Diözesanarchiv befinden sich folgende Bücher der ehem. Pfarre St. Germanus:

Taufen:
1722 - 1811
1858 - 1890

Heiraten:
1722 - 1811
1812 - 1873

Beerdigungen:
1722 - 1811


Die Bücher THS bis 1798 befinden sich auch im Personenstandsarchiv Brühl.

Der Heimatverein verfügt für die Zeit von 1647 bis 1900 über Kopien aller Bücher von St. Germanus.

Die ältesten Bücher enthalten außer der pflichtmäßigen Eintragung der kirchlichen Be-urkundungen eine Anzahl schätzenswerter Nachrichten über die Reihenfolge der Pfarrer, ferner über Ereignisse wie den Stadtbrand von Aachen im Jahre 1656, Stiftungen, Anschaffungen von Kirchengerät, Familienlisten, Kommunikanten, Firmanten und endlich aus den Jahren 1792 bis 1794 genauere Berichte über die Ereignisse der Franzosenzeit, die einen tiefen Einblick in die große Not jener Tage gewähren, da ein hilfloses Volk der Willkür und Raubsucht eines übermütigen Siegers ausgeliefert war. Der Teil, der über die Franzosenzeit berichtet, ist in Heft 12 des Heimatvereins von Hans Sturm und Heiner Grysar im Jahre 1997 dokumentiert worden. Ein weiterer Teil wurde von Heinrich Schiffers in Heft 27 des Heimatvereins publiziert.

Kirchenbuch Auf der Rückseite des Titelblattes des ältesten erhaltenen Kirchenbuches der Pfarre St. Germanus waren die ersten sechs Pfarrer der seit 1623 selbständigen Pfarre handschriftlich aufgeführt. Die Eintragungen stammten, nach der Handschrift zu urteilen, von den Pfarrern Brewer und Moers. Die folgenden acht Pfarrer wurden anhand der Totenregister der Kirchenbücher ermittelt. Diese 14 verstorbenen und der damals lebende 15. Pfarrer Loerper wurden 1897 von Schnock in der Zeitschrift "Aachens Vorzeit, X. Jahrgang“ veröffentlicht.

Der Pfarrer Loerper hat seine Vorgänger noch einmal erneut zusammengestellt und im II. Urkundenbuch der Pfarre St. Germanus festgehalten. Diese Zusammenstellung wurde von Pastor Dupont auf den neuesten Stand vervollständigt und in einer Anschlusszusammenstellung in seinem Buch "350 Jahre Pfarre St. Germanus Aachen-Haaren 1973" veröffentlicht. Die Chronik der Gemeinde Haaren führt 1855 die Namen der ersten 12 Pfarrer von Haaren auf, und Eberhard Quadflieg nennt in der "Geschichte der Familie Minartz, Auflage 1947" die ersten 13 Pfarrer von St. Germanus. Diese 13 Pfarrer stehen auch in dem Buch des Herrn Pastors Dupont.

Im Buch „Unser Gotteshaus St. Germanus Aachen-Haaren ist 100 Jahre alt. (1992)“ wurde unter Hinzuziehung der bis 1992 bekannten Quellen die Aufstellung noch einmal zusammengestellt.



Das Patrozinium des Hl. Germanus

Warum unsere Kirche dem Hl. Germanus geweiht ist, lässt sich aus den uns im Jahre 2011 bekannten Unterlagen nicht ableiten. Das erste noch vorhandene Kirchenbuch (Taufbuch) beginnt 1647. Das sind 24 Jahre nach der Erhebung zur Pfarre. Hierin ist der Beweis zu finden, dass Kirche und Pfarre St. Germanus heißen. Ein weiterer Beweis ist das im Aachener Diözesanarchiv älteste Schriftstück - in dem der Name St. Germanus auftaucht - aus dem Jahre 1624. Es ist davon auszugehen, dass dies auch bereits 1623 bei der Erhebung zur Pfarre der Fall war. In der dritten Ausgabe „Handbuch des Bistums Aachen“ (1994) steht: „Die Germanuskapelle wurde von der Mutterpfarre abgetrennt ….“. Dies deutet darauf hin, dass es vor 1623 eine Germanuskapelle gegeben hat, wenn denn im Original wirklich „Germanuskapelle“ steht.

Im Vorfeld der Pfarrerhebung unterstützte ein Johan Ortman die Bestrebungen zur Pfarrwerdung. Dieser Johann Ortman stammte aus Haaren, kann als begütert bezeichnet werden, war um 1600 herum Vikar am Marienstift (unserer L. frawen Kirch) zu Aachen und schrieb am 14.6.1600 sein umfangreiches Testament. Hierin stiftete und dotierte er für „ewige“ Zeiten wöchentlich zwei Messen in der Kirche St. Germanus zu Haaren.

So steht es im Buch zum 100jährigen unserer Kirche auf Seite 25. Wenn hier im Original wirklich „St. Germanus“ steht, ist dies ebenfalls Beweis, dass die Kirche zu Haaren bereits vor Erhebung zur Pfarre dem hl. Germanus geweiht war.

Wann und warum dies geschehen war, ist bis heute unbekannt.

Auf Grund einer Nachfrage beim „Historischen Archiv des Erzbistums Köln“ erhielt ich folgende Auskunft:

„Es ist nicht so, dass der Erzbischof oder ein anderer kirchlicher Vorgesetzter "einfach mal eben so" einen Patron für eine neue Kirche oder eine ganze Pfarrei bestellt. Meistens wird er auf einen besonderen Patron aufmerksam gemacht, der ohnehin in der betroffenen Region oder doch wenigstens bei dem dort amtierenden leitenden Geistlichen eine gewisse Verehrung genießt.

In den weitaus meisten Fällen geben die Quellen des zuständigen Diözesanarchivs keine Auskunft über die Beweggründe, die zur Wahl eines bestimmten Patroziniums geführt haben. Das ist zu meinem Bedauern auch in Ihrem Falle so. Zwar ist der Hl. Germanus von Auxerre, der im 4./5. Jahrhundert lebte, ein besonders in Frankreich beliebter Heiliger gewesen, dem dort auch einige Kirchen geweiht sind, aber warum man sich diesen Heiligen, der auch als Patron "gegen Durchfall, Leibschmerzen, Tollwut, Irrsinn, Meineid" verehrt wird (Jakob Torsy, Der große Namenstagskalender, Freiburg, 15. Auflage 1992, S. 219), kann ich mangels hier vorhandener Quellen in keiner Weise ermitteln, und ich möchte mich auch an den dann immer sehr spannenden Spekulationen nicht beteiligen.“

Auf eine Nachfrage im Diözesanarchiv Aachen erhielt ich folgende Auskunft:

„Ihre Frage, seit wann und warum die Haarener Pfarrkirche dem hl. Germanus geweiht ist, können wir anhand unserer Archivunterlagen leider auch nicht beantworten. Das älteste hier vorliegende Schriftstück, in dem die Bezeichnung Haaren St. Germanus auftaucht, ist eine Urkunde aus dem Jahr 1624, also erst nach der Erhebung zur Pfarre.“

Es gibt eine Quelle die aber vermuten lässt, das unsere Kirche bereits 1284 dem hl. Germanus geweiht war. Allerdings sind dies Angaben die über dritte gekommen sind. Um sicher zu sein muss man die Originalquelle einsehen.

>>>>> „Bedeutende Veränderungen erfuhr der Würselener Pfarrsprengel im 17. und 18. Jahrhundert. In Haaren war eine erstmals 1284 erwähnte Kapelle zu Ehren des heiligen Germanus errichtet worden. Der dort tätige Kleriker wurde vom Würselener Pfarrpriester eingesetzt, war jedoch nicht zur Seelsorge verpflichtet.“

Die Quellenangaben zum obigen Zitat:

Zur Nennung zum Jahr 1284 anlässlich der Besetzung der Kirchtürme von Haaren und Laurensberg durch Erzbischof Siegfried von Westerburg und dessen Verbündete während der Belagerung von Aachen vergleiche 1.Jan van Heerlu, Rymkronyk betreffende den slag van Woeringen, uitgegeven van J.F.Willems, Brüssel 1836, vers 2358-2450.

Zur Bedienung der Haarener Kirche durch einen Priester, den der Seelsorgepriester der Kirche von Würselen in Dienst nehmen und der im Würselener Pfarrhaus wohnen sollte vergleiche 1.Send- und Kirchweistum Würselen nach 1479, § 3, hg. von Albert Michael Koeniger, Quellen zur Geschichte der Sendgerichte in Deutschland, München 1910, S. 98-100, ebd. S. 99. <<<<<

8.1.2016 Neuer Fund zum Thema

Im Jahr 2015 ist ein alter Haarener – Peter Bertram -, der zuletzt in Vaals wohnte, verstorben. Er war ein Heimatforscher und hat etliche Schriften herausgebracht. Dies erforderte umfangreiche Recherchen. Er hat seine Kladden hierzu, soweit sie Haaren/Verlautenheide betreffen, dem Heimatverein vermacht.

Bei der ersten Durchsicht der Unterlagen fanden wir eine Transkription des Zins- und Rentbuches der Kirche St. Germanus in Haaren aus dem Jahre 1483.

Auf Seite 8 steht folgender Eintrag:

8 / 51 / I
Eintrag
Item Willllem Kuichens 3 mr van deme Erff gelegen tusschen dess Smytz Erff ende der Haeren. Salmen altziit betzalen op Sint Germains Dach ons Patroins.

In der Veröffentlichung von Peter Bertram steht die sinngemäße Übersetzung in heutiger Sprache wie folgt:

Wiillem Kuichens 3 Mark von dem Besitz, gelegen zwischen „dess Smytz“ Besitz und „der Haeren“. Fällig am St. Germanus-Tag (28.05.), dem Tag des Patrons der Kirche von Haaren.

Wie Peter Bertam auf dem 28.05. als Patritium kommt ist uns nicht bekannt. Würde dies stimmen würden wir bisher immer den falschen Tag gefeiert haben.

28.05. Gedenktag >>> Germanus von Paris

31.07. Gedenktag >>> Germanus von Auxerre

Das in Klammern gesetzte Datum (28.05.) steht nicht im Originalbuch. Peter Bertram wollte hier wohl eine Zusatzinformation geben. Vermutlich hat er aber bei seinen Recherchen den falschen Germanus gefunden. Deshalb gibt keine Veranlassung etwas zu ändern.

Allerdings belegt der Eintrag, dass unsere Pfarrkirche bereits 1483 dem St. Germanus geweiht war. Er ist ein weiteres Indiz dafür das unsere Kirche bereits 1284 dem hl. Germanus geweiht war.

Franz-Josef Heuser, Pfarrarchivar



Die Pfarrer an der Pfarrkirche St. Germanus in Haaren


1623 - 1629 Johannes Noppeney, Pfarrer
„Primus Adm. R. D. Joannes Noppeney würselensis rexit parochiam anno 1623 ab die 13. octobris usque ad annum Christi 1629. Obiit ipsa dominica trinitatis ex morsu canis in pede seu tibia.”
Er stammte aus Würselen und leitete die Pfarre vom 13. Oktober 1623 bis zum Jahre 1629. Er starb am Dreifaltigkeitstag 1629 an den Folgen eines Hundebisses und einer Gangräne (kalter Brand).
1629 - 1635 Melchior Ferrer, Pfarrer
„Secundus Adm. R. D. Melchior Ferrer Walo Visetensis rexit parochiam 6 annis circiter scilicet ab anno 1629 usque ad annum 1635 resignavit et factus est pastor in Lontzen, obiit anno 1663, 28. Juni in Lonzis.“
Früherer Name Vitrier Walo - er leitete die Pfarre von 1629 bis 1635, ungefähr 6 Jahre ; er gab die Stelle in Haaren auf und wurde Pfarrer in Lontzen; er starb in Lontzen am 28.6.1663.
1635 - 1648 Melchior Ferrer, Pfarrer
“3ti(us) Adm. R. D. Arnoldus Faber seu Schmitz fili(us) Harensis rexit parochiam ab anno 1635 usq(ue) ad 1648 annum obiit 8 Decemb(ris).”
Er war ein Haarener; er leitete die Pfarre von Juni 1635 bis zu seinem Tode am 8.12.1648.
1649 - 1679 Heinricus Brewer, Pfarrer (teilweise auch Breuer anstatt Brewer genannt)
„4t(us) Ego Henricus Brewer Juliacensis ex Pauffendorff factus fui pastor die 14 febr(uarii) inductus.“
Er hatte einen Bruder Gerhard, der Pfarrer in Aldenhoven wurde. Über seine Einführung in Haaren schreibt Pfarrer Brewer aus Aldenhoven: „A(nn)o 1649 die 14 febr(uarii) ego Henricus Brewer oriundus in Pauffendorf, rector scholae Walhornensis et sacellanus ibidem, hic in Haaren pastor introductus fui collationem habens ab Admod(um) R(e)v(eren)d(o) et eximio Domino Joanne Bierens Archipresbyter(o) Aquis-Granensi; pastor in Würselen tunc erat R(everendus) D(ominus) Joannes Braun.“
Sein Tod ist wie folgt vermerkt: „Anno 1679, 7. Juli obiit Adm. R. D. pastor Henricus Brewer cuius anima requiescat in pace.“
Er stammte aus Puffendorf (Jülich) und leitete die Pfarre vom 9.2.1649 bis zum Jahre 1679; kurz vor seinem Tode musste er aus Gesundheitsgründen seine Pfarrstelle aufgeben; er starb am 9.7.1679. Brewer war zuerst Schulrektor und Kaplan in Walhorn; er bezog die Pfründe des Archipresbyter Joh. Baptist Bierens; am 14.2.1649 wurde er von dem Pfarrer Joh. Braun aus Würselen in sein Amt eingeführt .
1679 - 1690 Johannes Schieffer, Pfarrer
Getauft Aachen 1.1.1654 als Sohn von Andreas Schieffer und der Adelheid Lodderbein. Er war Stipendiat der Craschelstiftung. 1677 Priester, er leitete die Pfarrer vom 16.5.1679 bis 1690 und tauschte dann seine Stelle mit dem Pfarrer Johannes Moers von Spiel.
1690 - 1695 Johannes Moers, Pfarrer
Geboren zu Aachen, starb als Pfarrer von Haaren am 2. September 1695. Er war gebürtiger Aachener und leitete die Pfarre von 1690 bis 1695; er wurde am Feste Peter und Paul durch den Administrator Matthias Bettendorf, Pfarrer in Würselen, in sein Amt eingeführt; er starb am 2.9.1695.
1695 - 1735 Heinrich Nikolaus Fibus, Pfarrer
Er war Aachener und wurde am 31.10.1664 getauft; seine Eltern waren Folquin Fibus und Gertrud Mees; er wurde am 28.5.1693 in der Hauskapelle des Grafen Otto von Bronckhorst zu Gronsfeld geweiht und war zuerst Benefiziar in Beggendorf; er wurde am 13.11.1695 von dem Aachener Archipresbyter Nicolaus Fiebus aus Gunst mit der Pfründe in Haaren bedacht; am 9.1.1696 wurde er von dem Pfarrer Matthias Bettendorff aus Würselen in sein Amt eingeführt. Die Pfarre leitete er vom 13.11.1695 bis zum 29.3.1735; kurz vor seinem Tode musste er aus Gesundheitsgründen die Pfarrstelle aufgeben; er starb am 20.6.1735. Er baute die alte Kirche St. Germanus mit Chor und Sakristei um.
1735 - 1771 Matthias Peters, Pfarrer
Er war am 21.9.1700 in Aachen geboren und erhielt seine erste Anstellung als Primissar am 3.4.1727 in Würselen; durch päpstliche Zuweisung vom 21.3.1735 wurde ihm nach der Resignation des Pfarrers Fibus die Pfarrstelle in Haaren übertragen; er leitete die Pfarre vom 21.3.1735 bis zum 21.3.1771; an diesem Tage tauschte er aus Gesundheitsgründen (Altersbrand) die Pfarrstelle mit der Stelle des Vikars St. Josef in Haaren; der Vikar wurde daraufhin Pfarrer. Peters starb am 8.3.1779 und wurde vor dem Altar der alten Kirche begraben. Er scheint bekannt und beliebt gewesen zu sein, denn es wird erwähnt, dass bei den Exequien 16 Priester zelebrierten und beim anschließenden Begräbniskaffee 52 Personen anwesend waren. Für die damalige Zeit war dies wohl einmalig.
1771 - 1797 Johannes Heinrich Beys, Pfarrer
Er wurde am 14.9.1722 in Fronhoven* als Sohn von Matthias Beys und Clara Coir geboren und erhielt seine erste Stelle als Kaplan am 2.8.1745 in Haaren. Sein Onkel Johann Beys, ein Haarener, hatte am 9.9.1745 durch eine Stiftung mit 76 Reichstalern und 30 Aachener Mark die Einrichtung der Vikarie St. Josef in Haaren bewirkt. Auf dieser Stelle war Beys Vikar bis 1771. Sein Vorgänger, Pfarrer Peters, litt am rechten Fuß an einem schlimmen Altersbrand und war völlig unfähig, den Pfarrdienst auszuüben. Er verzichtete deshalb am 9.2.1771 mit Zustimmung seiner vorgesetzten kirchlichen Behörde auf die Pfarrstelle zu Gunsten seines Vikars Beys und erhielt dessen Vikarstelle. Beys leitete die Pfarre vom 9.2.1771 bis zum 11.7.1797, er starb am 11.7.1799.

* Im Buch 350 Jahre Pfarre wird angegeben „Geboren in Lohn 15.9.1723“

1797 - 1814 Theodor Alertz, Pfarrer
Getauft Aachen 13.4.1764 als Sohn von Philipp Joseph Alertz und Maria Agnes Dupont. Sein Neffe war der päpstliche Leibarzt Clemens August Alertz (1800 - 1866). Die Pfarre in Haaren leitete er vom 11.7.1797 bis zum seinem Tode 8.8.1814. Sein Totenzettel liegt dem Heimatverein vor.
1815 - 1832 Lambert Joseph Franck, Pfarrer
Er wurde 1781 geboren und leitete die Pfarre vom 8.8.1814 bis zu seinem Tode in Haaren am 18.10.1832. Es gib ein Foto seine Grabsteines.
Aus der Gemeindechronik: „Am 18. October d. J. starb der hiesige Pfarrer Herr Lambert Frank im 51ten Lebens=Jahre und es wurde gleich an dessen Stelle der Herr Leonard Ruland zum Pfarrer ernannt, welcher jedoch erst im Laufe des Monats November seinen Dienst antrat. Der Herr Frank war seit dem Jahre 1815 hier selbst Pfarrer und hat sich ein besonderes Verdienst um die Kirche dadurch erworben, dass er unermüdet für die innere Ausstattung derselben sorgte. Mit tiefer Wehmut begleiteten seine Pfarrkinder ihn am 22ten October zum Grabe und die Trauergefühle über seinen allzu frühen Hinschritt werden noch lange, gleich jenem im Busen der Kinder über den Verlust ihres Vaters, in den Herzen der Pfarrgenossen rege bleiben.“
1832 - 1852 Johann Leonhard Ruland, Pfarrer
Er wurde am 20.2.1793 in Burtscheid als Sohn der Eheleute Johann Peter Ruland und Maria Barbara Kühl geboren. Priesterweihe 31.7.1817. Die Pfarre in Haaren leitete er vom 19.10.1832 bis zu seinem Tode in Haaren am 8.9.1852. Aus der Gemeindechronik: „Am 8. Sept. starb der Pfarrer Leon. Ruland von Haaren; auf seinem Sterbe=Bette vermachte derselbe dem Armenspital zu Burtscheid sein etwa 2000 Thlr. betragendes Vermögen.“
1852 - 1868
FB
Ferdinand Brandt, Pfarrer
Er wurde am 5.10.1811 in Aachen geboren und wurde am 20.12.1852 als Pfarrer in Haaren eingeführt. Priesterweihe 28.4.1835. Zuvor war er Pfarrer in Röhe, St. Antonius. Er leitete die Pfarre in Haaren bis zum 4.7.1868. Danach war er Pfarrer in Gangelt.
Aus der Gemeindechronik 1852: „Es wurde an dessen Stelle der bisherige Pfarrer und Dechant zu Röhe Ferdinand Brandt hier zu dem hiesigen Pfarramte berufen. Die Einführung geschah am 20. Dezember mit möglichst großer Feierlichkeit, wobei sich die ganze Pfarrgemeinde beteiligte. Die Antrittspredigt des neuen Pfarrers mit dem Vorspruche: „der Friede sei mit Euch", so schön gesprochen als gedacht, versetzte die Pfarrgenossen in die höchste Begeisterung und ließ dieselben alsbald erkennen, daß der Pfarre in der Anstellung des neuen Seelsorgers großes Heil widerfahren sei.“
Aus der Gemeindechronik 1868: „Der 16 Jahre lang in der Pfarrkirche zu Haaren fungirende Pfarrer Brand wurde am 15. August e. {jusdem) nach Gangellt versetzt …“
1868 - 1883
JAL
Johannes Antonius Lambertz, Pfarrer
Er wurde 14.7.1816 in Floisdorf als Sohn des Landwirtes Anton Lambertz und Agnes Eiserfey geboren. Priesterweihe am 25.9.1842. Er war vor seiner Haarener Tätigkeit Pfarrer in Orsbach. Am 21.9.1868 wurde er als Pfarrer in Haaren eingeführt. Die Pfarre leitete er bis zu seinem Tode in Haaren am 8.4.1883. Beigesetzt wurde er auf dem alten Friedhof in der Friedensstraße (hinter der Feuerwehr). Es verdient wohl erwähnt zu werden, dass während seiner Amtszeit die zivile Gemeinde 1875 mit dem Bau des Pfarrhauses begann, es 1876 vollendete und ihm im Monat Oktober zum Bewohnen überließ. Durch ein Gesetz vom 14.3.1880 ist dieses Haus von der zivilen Gemeinde in den Besitz der kath. Pfarrgemeinde übergeben worden.
Aus der Gemeindechronik 1868: „… und die erledigte Pfarrstelle durch den Pfarrer Lambertz von Orsbach wiederbesetzt. Dieser trat am 1. September die hiesige Pfarrstelle an und es fand am 21. selbigen Monats dessen Kirchliche Einführung statt. An diesem Tage war das ganze Dorf Haaren mit Fahnen geschmückt und fanden zu Ehren desselben mehre Festlichkeiten statt, woran die betheiligung eine recht warme? war. Abends wurde demselben unter Musikbegleitung Serenade und Fackelzug gebracht.“
1883 – 1886
HD
Heinrich Dörnemann, Pfarrverwalter (Pfarrverweser)
Geb. 24.2.1839 in Rellinghausen (Essen) als Sohn von Arnold Dörnemann und Anna Maia Hausiepe. Abitur in Essen, studierte in Bonn und Köln. Geweiht am 2.4.1864 in Köln. Ab 1864 Kaplan an St. Germanus. Nach dem Tode des Herrn Lambertz wurde die Pfarre vom 8. April 1883 bis zum 28. 9. 1886 vom hiesigen Vikar, dem hochw. Herrn Heinrich Dörnemann betreut, der später zum Pfarrer von Bardenberg ernannt wurde. Die Pfarrstelle konnte wegen des sogenannten Kulturkampfes in Preußen vorerst nicht endgültig besetzt werden. Er verstarb am 26.4.1906 in Bardenberg. Kaplan Dörnemann erwarb sich besondere Verdienste um die Planung für den Bau der neuen Kirche. Bei seinem Weggang schenkte ihm die dankbare Gemeinde eine farbige Zeichnung des zukünftigen Gotteshauses, ein Aquarell von Baumeister van Kann.
1886 - 1907
JHJL
Johannes Heinrich Joseph Loerper, Pfarrverwalter, Pfarrer
Unter dem Titel eines „Hilfspriesters“ oder „Pfarrverwalters“ folgte am 28.9.1886 Johannes Heinrich Joseph Loerper aus Corschenbroich, geb. am 18.2.1838. Er besuchte das Gymnasium in Düren, darauf die Universität in Bonn und das Priesterseminar in Köln. Am 2.4.1864 wurde er zum Priester geweiht und am 30.5.1864 zum Vikar in Brühl ernannt. Dort lebte er 22 1/2 Jahre und verwaltete die Pfarre von Brühl vom 20.1.1883 bis zum 28.9.1886, als er - wie gesagt zum Auxiliar-Priester der Kirche von Haaren ernannt wurde da der Titel eines „Pastors“ unter dem Säkularregime freilich verboten war (vgl. Die Maigesetze des Königreichs Preußen und Deutschlands-Kulturkampf). Erst nach zwei Jahren, als die Säkulargewalt ihre Zustimmung gab, wurde Joseph Loerper am 20.10.1888 von dem hochwürdigsten Herrn Erzbischof von Köln, Philipp Krementz, zum Pfarrer ernannt und am 12.11.1888 von dem hochw. Dechanten der Landpfarren in Eilendorf, Theodor Stapper, feierlich eingeführt und eingesetzt. Nachdem er von 1889-1892 eine neue Kirche erbaut hatte, starb er am 16.10.1907, gebührend mit den hl. Sakramenten gestärkt.
1907 - 1939
WOO
Wilhelm Otto Ommer, Pfarrer
Sohn von Christian Ommer und Christiane Neumann aus Lindlar, Dekanat Wipperfürth, geb. am 3.12.1863, in Köln zum Priester geweiht am 24.8.1889, zuerst Kaplan an St. Laurentius zu Elberfeld bis zum 20.5.1896, dann 12 Jahre Pfarrer in Overath-Marialinden, Dekanat Bensberg, wurde am 19.1.1908 in sein Amt eingeführt und am 11.2.1928 zum Dechanten des Dekanats Herzogenrath ernannt. Im August des Jahres 1939 feierte Dechant Ommer sein goldenes Priesterjubiläum. Zahlreiche Priester und seine Ex. Weihbischof H. J. Straeter waren anwesend. Er ging danach in den Ruhestand nach Lindlar; dort feierte er auch sein diamantenes Priesterjubiläum. Ein Jahr später am 26.11.1950 starb er in Lindlar und wurde auch dort beerdigt.
1939 - 1952
EW
Engelbert Willms, Pfarrer
Geb. 17.9.1884 in Lendersdorf als Sohn des Kaufmanns Franz Willms und Katharina Broichmann. Abitur 1910 in Bad Münstereifel, studierte 1910-1916 in Bonn und Köln. Er wurde zum Priester geweiht in Köln am 10.8.1916. Kaplan in Sistig 9.9.1916; Kaplan in Mausbach 7.2.1919; Kaplan in Bardenberg 17.2.1921; Kaplan in Brachelen 15.9.1922; Kaplan an St. Nikolaus in Aachen 22.3.1927. Er hat sich sehr bemüht um die Rettung der kriegszerstörten Pfarrkirche; ein Notdach wurde gebaut und die Mauerschäden wurden behoben. So konnte zu Weihnachten 1948 die Kirche wieder benutzt werden. Die Wohnung im Pfarrhaus war nur auf einer Etage bewohnbar bis 1952. Am 9.1.1952, als er einige Tage zuvor bei seinem geistl. Bruder in Hemmerden weilte, wurde er auf der Straße von einem Lieferwagen erfasst und so schwer verletzt, dass er an den Folgen starb. Er war auf einem Spaziergang mit seinem Bruder. In Haaren wurde er begraben.
1952 - 1976
JJD
Johannes Josef Dupont, Pfarrer
Sohn von Nikolaus Dupont und Margarete Schmitz, geb. am 25.5.1909 in Burg Reuland (Krs. Malmedy/Belgien). Abitur 1931 in Düren, studierte 1931-1937 in Bonn, Freiburg und Aachen. Geweiht am 21.2.1937 in Aachen. Zuerst Kaplan in St. Sebastian Würselen 1937, Kaplan in Grefrath-Oedt 1939, Aufbau ín den Gemeinden des Hürtgenwaldes. 1947 Caritas-Sekretär der Diözese Aachen, am 9.2.1952 als Pfarrer von Haaren ernannt. Am 30. März 1952, am Passionssonntag, wurde er unter großer Anteilnahme der Bevölkerung eingeführt. 1976 ging er in den Ruhestand, den er in Aachen verbrachte. Hier starb er am 29.10.1981.
Regierungspräsident Dr. Brand überreichte am 19.10.1952 dem Pfarrer von Haaren und früheren Kaplan, Johannes Josef Dupont, das ihm vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Kaplan Dupont hat sich nach dem Waffenstillstand mit besonderer Tatkraft der Hilfe für die schwer betroffene Bevölkerung des fast völlig zerstörten Ortes Hürtgen angenommen.
1976 - 2003
HK
Dr. theol. Herbert Kaefer, Pfarrer
Wurde am 18.7.1938 als Sohn der Eheleute Kar1 Kaefer aus Höfen und Katharina geb. Tillmans aus Neuß in Düren geboren und am 22.2.1964 im Dom zu Aachen zum Priester geweiht. Abitur 1958 am Gymnasium Schleiden, anschließend Studium an der Jesuitenhochschule St. Georgen in Frankfurt und an der Uni München. Nach der Priesterweihe 1964–1968 Kaplan am Bischöflichen Konvikt Haus Eich; 1968–1971 Assistent am Collegium Leoninum Bonn. 1971–1975 studienhalber beurlaubt in die Eifel: dort Seelsorge in Keldenich, Kreuzberg und auf dem Campingplatz Hellenthal. 1976 promoviert zum Dr. theol. an der Uni Bonn. Am 1.11.1976 wurde er durch Dechant Lenzen in sein Amt als Pfarrer von St. Germanus, Haaren, eingeführt. Seit 1982 ist er Dechant des Dekanates Aachen-Nord. Für seinen vorbildlichen Einsatz für gesellschaftlich Schwache wie Obdachlose und Asylbewerber sowie seinen Beistand für Kriegsdienstverweigerer wurde er im Jahr 1991 als nationaler Preisträger mit den Aachener Friedenspreis geehrt. 2003 ging er in den Ruhestand und zog nach Gemünd. Im Jahre 2009 erhielt er die silberne Ehrennadel von Misereor.

Seit 1976 gab es die Pastoralgemeinschaft Aachen-Nord. Sie bestand aus den Pfarren St. Germanus (Haaren), St. Hubert (Verlautenheide) und St. Martin (Aachen-Liebigstraße, heute Heinrich-Hollands-Straße).

Pfarrer Kaefer gründete die Pastoralgemeinschaft Aachen-Nord, da sich die Seelsorge mit der gesellschaftlichen Entwicklung änderte. Dabei sollten die Gemeinden und die Hauptamtlichen im Pastoralteam sich ergänzen und bereichern.

In den Gemeinden der Pastoralgemeinschaft Aachen-Nord arbeiteten ein Pastoralteam aus Priestern und Laien im pastoralen Dienst. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter hatte territoriale und pfarrübergreifende Schwerpunkte.

Dr. Herbert Kaefer war Pfarrer von Haaren 1976 – 2003 und Leiter des Pastoralteams. 1975 – 1983 war er zugleich Pfarrvikar von St. Martin und 1976 – 1983 Pfarrvikar von St. Hubert. Manfred Esmajor war Pfarrvikar von St. Martin und von St. Hubert 1983 – 1992. 1992 – 2003 war Dr. Herbert Kaefer als Dechant Pfarrverweser von St. Martin und von St. Hubert.

Im Pastoralteam arbeiteten folgende Kapläne mit: Peter Stolle, Roland Tendyck, Anton Straeten, Ferdinand Birrewitz, Rolf -Peter Cremer, Michael Schicks, Thorsten Aymanns.

Nachfolgende Pastoral- und Gemeindereferenten und -referentinnen arbeiteten im Pastoralteam mit: Gabriele Eichelmann, Elisabeth Goertz-Faßbender, Adelheid Romanski, Thomas Tönneßen, Dorothée Boss-Szudra, Thomas Kolligs, Monika Mann-Kirwan, Sr. Christa Maria.

Folgende SozialarbeiterInnen gehörten zum Pastoralteam: Ewald Heup, Martin Stankewitz-Sybertz, Sigrid Ophoff, Anna Kranz.

Außerdem waren zahlreiche junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Ausbildung in den Gemeinden der Pastoralgemeinschaft tätig: Theologiestudenten im pastoralen Jahr oder als Seminaristen, Pastoral- und Gemeindeassistenten und -assistentinnen sowie Sozialarbeiter oder –arbeiterinnen im Anerkennungsjahr.

In Haaren wohnten zeitweise Priester, die nicht im Gemeindedienst tätig waren, aber in den Gemeinden der Pastoralgemeinschaft Gottesdienste feierten: Winfried Gehlen, Heinz Josef Lambertz, Reinhard Feiter, Stefan Emondts.


1993 / 2003 Die Zusammenarbeit der 3 Pfarrgemeinden der Pastoralgemeinschaft (St. Germanus Haaren, St. Hubert Verlautenheide und St. Martin Aachen-Liebigstraße, heute Heinrich-Hollands-Straße) erhielt eine rechtliche Struktur durch einen Beschluss der Gemeinden zu einer „Weggemeinschaft in Aachen-Nord“. Dieser Kontrakt wurde 1993 ad experimentum vom Bistum bestätigt. Nach bistumsweiten späteren Vorgaben entstand daraus 2003 die Gemeinschaft der Gemeinden Aachen-Nord.


7.7.2003-31.8.2004
HJL
Pfarrer Heinz Josef Lambertz, Würselen, Pfarradm.
Geb. 8.4.1946 in Willich, Priesterweihe am 26.2.1972 in Aachen, seit 2010 im Ruhestand. Offizieller Pfarrverweser war Pfarrer Lambertz, Würselen. Vereinbarungsgemäß erfolgte die Arbeit in den Gemeinden durch zahlreiche Ehrenamtliche und durch die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
1.9.2004-31.12.2009
LJ
Bruder Lukas Jünemann, Pfarrer
Geb. 16.10.1949 in Werdohl (Sauerland), zum Priester geweiht durch Bischof Klaus Hemmerle am 23.02.1985.


Kapläne an der Pfarrkirche St. Germanus Haaren


ZeitraumName, Vornamegeb.-gest.danach …
1745 - 1771Beys, Johannes1722-1799Pfarrer in Haaren
1771 - 1779Peter, Matthias1700-1779gestorben in Haaren
1779 - 1824Merzenich,Johann BaptistPfarrer in Breberen
1826 - 1833Vourage, Johann Joseph1780-1856Pfarrer in Schevenhütte
1833 - 1837Huppertz, Johann JakobVikar in Herzogenrath
1837 - 1841Christ, Hubert1811-1885Kaplan in Holzweiler
1841 - 1849Hahn, Johann (Josef)Pfarrer in Wirtzfeld
1849 - 1853Funke, TheodorKaplan einer gräflichen Familie in Bayern
1854 - 1864Henseler, Jakob1828-Pfarrer in Obergartzem
1864 - 1886Dörnemann, Heinrich1839-1906Pfarrer in Bardenberg
1897 - 1900Werhahn, Heinrich1870-1947Kaplan in Waldenrath
1900 - 1908WilIms, Josef1866-1955Pfarrer in Stolberg-Gressenich
1905 - 1907Wickelmann, Theodor1878-1950Kaplan in Stolberg
1908 - 1911Probst, Maximilian1883-Kaplan in Mönchengladbach, St. Michael
1911 - 1915Denis, Heinrich1886-1958Kaplan in Essen-Steele
1915 - 1919Zimmermann, Heinrich1889-1960Kaplan in Aachen-Forst
1919 - 1924Klaes, Paul 1884-1955Pfarrer in Jülich-Kirchberg
1924 - 1925Kradepohl, Anton1896-1970Kaplan in Aachen, St. Folian
1925 - 1930Werth, Peter1900-1991Religionslehrer, Städt. Kaufm. Schule Aachen
1930 - 1933Weber, Peter1894-1974Kaplan in Kreuzau-Langenbroich
1933 - 1936Moortz, Heinrich1892-1968Pfarrer in Heinsberg-Horst
1936 - 1940Dentel, Heinrich1907-1985Kaplan in Jüchen-Hochneukirch
1940 - 1942Esser, Kaspar1902-1985Pfarrer in Orsbach
1942 - 1945Bremmer, Josef1909-1965Kaplan in Monschau
1947 - 1948Müller, Matthias1912-1994Pfarrer in Flensburg
1948 - 1959Rangs, Alfons1914-1993Pfarrer in Nideggen-Schmidt
1959 - 1965Schütz, Franz1927-2004Religionslehrer in München
1965 - 1968Gouders, Klaus Dr. theol.geb. 1935Religionslehrer an der St. Angela-Schule in Düren
1968 - 1974Thelen, Hansgeb. 1935Pfarrer in Niederkrüchten
1974 - 1983Stolle, Petergeb. 1948regionaler Jugendseelsorger, Subsidiar in Mariadorf
Seit 1976 gab es die Pastoralgemeinschaft Aachen-Nord. Sie bestand aus den Pfarren St. Germanus (Haaren), St. Hubert (Verlautenheide) und St. Martin (Aachen). Mitarbeiter siehe Text.
1981 - 1983Birrewitz, Ferdinandgeb. 1951Jugendamt in Viersen
1983 - 1989Cremer, Rolf Petergeb. 1957BDKJ-Präses, seit dem 23.7.2011 Domkapitular an der Hohen Domkirche zu Aachen
1992 - 1998Schicks, Michaelgeb. 1959Pfarrer von Herz Jesu und St. Johannes, Rheydt
1998 - 2002Aymanns, Thorstengeb. 1970Pfarrer in Schwalmtal


Auflösung der Pfarre St. Germanus


Aufloesung

Am 31.12.2009 werden die Pfarren St. Germanus (Haaren), St. Hubert (Verlautenheide), St. Elisabeth (Aachen-Blücherplatz) und St. Martin (Aachen-Liebigstraße, heute Heinrich-Hollands-Straße) aufgelöst. In einer feierlichen Messe wurden am 31.12.2009 in der Kirche St. Elisabeth die Kirchenbücher geschlossen.




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So, 11.12.2022
Vorweihnachtliche Matinee
10:00 Grundschule am Haarbach

Mi, 14.12.2022
Treff bei Kaffee und Gebäck
15:00 Heimatforum

Di, 24.01.2023
Jahreshauptversammlung
19:00 Sängerheim
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