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Stadtbezirk Aachen - Haaren

Kurze Einführung in die Geschichte Haarens

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St. Germanus Haaren

Blick vom Haarberg

Bezirksamt Haaren

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Welsche Mühle

Haaren Markt

Zehnthof ( de Leuw)

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St. Hubertus Verlautenheide

Ortsdurchfahrt Verlautenheide

Gut Knapp
Verlautenheidener Straße

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Stadtteilfest auf dem Haarener Markt

 

Haaren, vor den Toren der Stadt Aachen

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Karte der Bürgermeisterei Haaren von 1840

 
Die komplette Geschichte Haarens erzählen, würde den Rahmen dieser Seiten sprengen. Wer sich umfassend informieren möchte, den verweise ich auf die Schriften und Veranstaltungen des Heimatvereins Haaren Verlautenheide e.V. Eine Fundquelle ist auch das im Jahr 1973 erschienene Buch "350 Jahre Pfarre St. Germanus Aachen-Haaren", und das 1992 erschienene Buch "Unser Gotteshaus St. Germanus Aachen-Haaren ist 100 Jahre alt". Eine kleine unvollkommene Zusammenfassung möchte ich aber für alle, die nur einen groben Überblick möchten, an dieser Stelle geben.

Haaren liegt als Stadtteil Aachens im Nordosten der Stadt. Mit den Nachbargemeinden Würselen im Norden, Eschweiler und Stolberg im Osten gibt es Grenzen, die gleichzeitig auch Stadtgrenze sind. Innerhalb der Stadt grenzen im Westen Laurensberg,, im Süden der Bezirk Mitte, und im Osten Eilendorf und Forst an Haaren.

Der Stadtbezirk Haaren besteht aus zwei Ortsteilen
- Haaren, im Tal am Haarbach gelegen, etwa auf 146 Meter über NN (Ortsmitte) und
- Verlautenheide, oben auf dem Horst, der ringförmig Aachen umgibt, etwa 210 Meter über NN.
Der Stadtbezirk Haaren hat ca. 11500 Einwohner, davon ca. 8250 im Ortsteil Haaren. Die Gesamtfläche beträgt etwa 880 Hektar.

Ursprünge

Funde weisen nach, das bereits in der Jungsteinzeit Menschen hier gelebt haben. Von Norden her kommend, aus dem Bereich des heutigen Jülich, sind sie auf der fruchtbaren Lösfläche, die damals wohl noch überwiegend bewaldet war, bis in unser Gebiet vorgedrungen.

Für den heutigen Stadtbezirk Haaren sind in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten Römerbauten nachgewiesen. Aachen war als Bad bei den Römern sehr beliebt, und die Umgebung musste für die Lieferung von landwirtschaftlichen Produkten sorgen.

Als 1336 Kaiser Ludwig der Bayer das Aachener Reich urkundlich bestätigte, gehörte der größte Teils des heutigen Stadtbezirkes Haaren, mit Würselen und Weiden (mit Quinx) zum "Quartier over Worm" (jenseits der Wurm).

Urkundlich erwähnt wird der Haarbach, von dem Haaren seinen Namen hat, zum ersten Mal 973. Wann der Ort Haaren zum ersten Mal erwähnt ist, ist derzeit noch nicht abschließend festzulegen, da es im weiteren Umkreis mehrere Ortschaften dieses Namens gibt, und außerdem eine Familie van Haren mehrfach in Urkunden erscheint. In den Annales Rodenses wird ein Haaren erstmalig im Jahre 1152 genannt. In einer Urkunde von 1411 ist eine eindeutige Zuordnung festzustellen, durch die der Verkauf einer Erbrente in "Haaren unter die bruch" dokumentiert ist. Im Jahr 1445 wird "Heide boven Haren", gemeint ist Verlautenheide, erstmals urkundlich in einem Zins- und Pachtregister der Abtei Korneliemünster erwähnt

Die kommunale Entwicklung

Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Haaren zum Aachener Reich. Nach der Besetzung durch die Franzosen von 1792 bis 1814 fiel Haaren an Preußen. Mit Gründung der Bundesrepublick Deutschland gehörte Haaren zum Landkreis Aachen und war selbstständige Gemeinde bis zum 31.12.1971. Zum 1.1.1968 wurde Quinx von Broichweiden nach Haaren umgemeindet. Im Zuge der Kommunalreform wurde Haaren, mit den Ortsteilen Haaren und Verlautenheide, am 1.1.1973 zum Stadtbezirk von Aachen.

Zivilstandsregister gibt es in Haaren seit 1800. So sind im Personenstandsarchiv in Brühl heute folgende Archivale zugänglich Geburten 1802 - 1875, Heiraten 1800 - 1875, Sterbefälle 1803 - 1875, Belege zu Heiraten 1807 - 1875, Aufgebote 1804 - 1875 und Dezenaltabellen 1803 - 1872.

heuser5.jpg (76601 Byte)Das Haarener Wappen

Der Adler im oberen Teil des Schildes stellt den Adler der freien Reichsstadt Aachen dar. Haaren gehörte während des Mittelalters ununterbrochen als Quartier zur Reichsstadt Aachen, was durch den Adler angedeutet werden soll. Das dreiblättrige Kleeblatt im unteren Teil des Wappens stellt das Wappen der Aachener Familie von Pastor in der ursprünglichen Form dar. Die angesehene Familie von Pastor war im Mittelalter in Aachen berühmt. Der Stammvater der Familie, Johann Pastor von Haaren, ist etwa um 1390 in Haaren geboren. Er führte das Motiv als Familienwappen. Die Familie von Pastor ist die älteste bekannte wappenführende Familie in Haaren. Das Wappen wurde am 14.6.1950 durch den Innenminister des Landes Nordrhein Westfalen der Gemeinde Haaren verliehen.

heuser6.jpg (4450 Byte)Die kirchliche Entwicklung

In der Karolingerzeit gehörte Haaren zum Würselener Königsgut Wormsalt, aus dem der Ort Würselen entstand.. Hier stand die Mutterpfarrkirche St. Sebastian, die bereits 871 erwähnt wurde. Haaren wurde auf Grund der eigenen Entwicklung am 13.10.1623 zur Pfarre erhoben. Im Jahre 1704 wurde eine schlichte Backsteinkirche an Stelle der aus dem 14. Jahrhundert stammenden Kapelle erbaut. Sie war dem heiligen Germanus geweiht. Diese Kirche musste einem dreischiffigen großen Backsteinbau aus den Jahren 1889/90, der am 3.5.1892 konsekriert wurde, weichen. 1944 wurde die Kirche ein Opfer der Kämpfe um Aachen. Der Wiederaufbau erfolgte in der Zeit von 1952 bis 1966.

Verlautenheide wurde 1780 eigene Pfarre. Vermutlich wurde die erste Kirche um 1769 fertiggestellt. 1883/84 wurde die Kirche erweitert. Im Sep. 1944 wurde sie total zerstört. Sie wurde nicht mehr aufgebaut, sondern durch die jetzige Kirche 1949/50 ersetzt.

Die Pfarrkirchen St. Germanus Haaren, St. Hubertus Verlautenheide, St. Martin Liebigstraße und St. Elisabeth Jülicher Straße bilden das Dekanat Aachen Nord.

Seit 1966 gibt es eine evangelische Kirche in Haaren . Die Christuskirche im Rosengarten gehört mit der Friedenskirche in der Paßstraße zum Bereich Aachen-Nord.

Mit dem ersten Pfarrer in Haaren begannen auch die Kirchenbücher. Band 1 ist leider verloren gegangen. Erhalten sind Taufbücher vom Jahre 1647 an. Die Heiratsregister beginnen erst 1650, die Sterberegister 1649.

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