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Heimatverein
 Bericht Nr. 387 
26.06.2019

Führung durch die Pfarrkirche St. Germanus in Haaren

Bericht: Franz-Josef Heuser
Fotos: Heimatarchiv und Peter Tritthart

HV

Trotz des heißen Wetters versammelten sich 18 Unentwegte um an der Führung teilzunehmen. Von einer schattigen Ecke aus ging es zunächst um das Bauwerk. Die älteste Darstellung der Kirche ist der Entwurf des Architekten Heinrich van Kann aus dem Jahre 1886.

Mit dem Bau wurde 1889 begonnen. Fertiggestellt und eingeweiht wurde die Kirche 1892. Die wesentlich kleinere und ältere Kirche aus dem 13 Jh. musste weichen. Der Neubau hat die stattlichen Maße von 50,10 m mal 28,50 m bzw. 18 m. Der heutige Turm ist 46 m hoch.

Das Bauwerk wurde im Krieg arg in Mitleidenschaft gezogen. Als 1952 Pastor Dupont nach Haaren kam, sah er es als seine Aufgabe an, die Kirche für der Pfarrgemeinde wieder herzurichten. Im Oktober 1966 wurde die Sanierung und der Wiederaufbau des Turmes und der Seitenkapellen fertig gestellt. Damit konnten die Arbeiten am Gebäude nach 22 Jahren abgeschlossen werden.

Pastor Dupont ließ 1975 noch die neue Sakristei anbauen. Unter den nachfolgenden Pfarrern Dr. Kaefer und Bruder Lukas fanden verschiedene Renovierungsarbeiten statt. Ebenso wurde die Ausstattung der Kirche mehrmals verbessert.

Nachdem 2018 ein Baum aus Nachbarsgarten auf das Seitenschiff gestürzt war, stellte man fest, dass der Dachstuhl marode ist. Die Arbeiten zur Sanierung des Dachstuhls sind begonnen worden und werden uns wohl die nächsten 3 Jahre beschäftigen.

St. Germanus ist nicht geostet (Allerheiligste im Osten) wie sonst üblich bei katholischen Kirchen. Alle der frühesten römischen Kirchen hatten, wie die jüdischen Tempel in Jerusalem, den Eingang wie in Haaren im Osten, das Allerheiligste im Westen. Für den Priester war es darum das Gleiche, ad orientem („in Richtung auf die aufgehende Sonne“) oder versus populum („den Gläubigen zugewendet“) zu zelebrieren.

Das Innere der Kirche wirkt zwar etwas sachlich, aber dafür sehr schön auf den Betrachter. Von Althergebrachtem bis hin zu einem neuzeitlichen Gemälde ist alles vorhanden.

HV Der Taufstein ist das älteste Kleinod. Er stammt aus dem Jahre 1598. Die Kirche hatte also schon Taufrecht 25 Jahre früher, ehe sie im Jahre 1623 zur Pfarrkirche erhoben wurde. Der Taufstein ist aus Walheimer Blaustein gearbeitet mit halbrundem Becken auf ganz kurzem Säulenschaft; daran die Inschrift: Petter Wissenbvrger Dreis Ortmans 1598. Höhe ca. 70 cm. 3 Stufen steigt man hinab in den Taufbrunnen. Der Deckel des Taufsteins ist aus dem 20. Jhdt., geschaffen durch die Goldschmiede Schwerdt und Förster Aachen.

Sieben Kerzen erinnern an die sieben Sakramente (Taufe, Firmung, Eucharistie, Beichte, Krankensalbung, Priesterweihe, Ehe), von denen die Taufe das erste und wichtigste ist. Hier steht - außer in der Osterzeit - auch der Osterleuchter. Der Osterleuchter ist eine Arbeit des Künstlers Ernst-Jansen-Winkeln, Mönchengladbach. Viele Generationen sind an diesem Taufbecken getauft worden. Unter dem Boden der Kirche ruhen sie, die unzähligen unbekannten Vorfahren.

Der Künstler Ernst-Jansen-Winkeln hat auch in der Zeit von 1955 - 1975 die bunten Fenster geschaffen.

Die älteste Statue in der Kirche ist die Madonna auf Mondsichel, Holz, farbig gefasst. Maria mit Metallkrönchen. Höhe ca. 45 cm. Die Madonna in den liturgisch festgelegten Gewändern in blau und rot, das Zepter und einen Rosenkranz (modern) in der rechten Hand, Christus mit Weltkugel. Der Künstler ist unbekannt. Das Schnitzwerk aus Holz wird ins 17. Jahrhundert datiert.

Die Madonna war Jahrzehnte ohne Strahlenkranz. Der jetzige wurde nach 1995 durch die Restaurierungs-Werkstatt Emil Philipp, Aachen, restauriert und erneuert.

HV Der Heimatverein konnte sich bisher an der Erhaltung von vier Gegenstände beteiligen. So hat der Heimatverein die Germanusfahne einer Bestandssanierung unterzeihen lassen. Ebenso haben wir einen Rahmen für den Kreuzweg gespendet. Der Malermeister Peter Thieves hat die Inschriften der Steinplatte, auf der früher die Toten aufgebahrt wurden, und der Stifterplatte von 1765 in vielen Stunden ausgebessert.

In der Sakristei konnte der Josefaltar und eine Monstranz aus den Jahre 1655 besichtigt werden.

Die Führung dauerte ca. 90 Min. Einige Teilnehmer waren doch sehr erstaunt über die vielen sakralen Gegenstände, die in unserer Kirche vorhanden sind. Das Wissen hierüber wurde den Zuhörern durch die interessanten Ausführungen näher gebracht.

HV


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Vorweihnachtl. Matinee
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