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Heimatverein
07.10.2017

Wanderung zu den ehem. Mühlen im Indetal

Bericht: Helmut Vondenhoff

Herbstzeit, schönste Wanderzeit, der Herbstwald zieht sein buntes Gewand über, in der Natur kehrt Ruhe ein. Da hat unsere Wanderführerin Käthe Henn die passende Wanderung vorbereitet: zu den Plätzen der ehemaligen Mühlen und den übrig gebliebenen Flurbezeichnungen im Naturschutzgebiet Indetal. Das Naturschutzgebiet Indetal erstreckt sich zwischen dem Klauser Wäldchen bis hinauf zur Elgermühle bei Büsbach und ist mit 145 ha das zweitgrößte der Aachener Naturschutzgebiete. Der weitgehend unverbaute und mäandrierende Bachverlauf der Inde mit den begleitenden Gehölzen und kleinen Kiefernmischwäldern, Buchenwäldchen, aber auch die vielen Feucht- und Nasswiesen sind einzigartig. Das weite Bachtal, seine landschaftliche Schönheit, schutzwürdige Pflanzen und Tiere und deren besondere Lebensräume sollen und müssen erhalten werden. Sie weisen eine hohe ökologische Qualität auf. Mit 17 wanderfreudigen Teilnehmer/innen starteten wir vom Parkplatz Forsthaus in Freund. Unser Weg führt uns südlich entlang der Stadtgrenze von Aachen und Stolberg durch den Brander Wald zum Modellflughafen Stolberg, wo wir einigen Modellfliegern zuschauen können, die hier ihren Freizeitsport ausüben. Von hier wandern wir bergab ins Indetal. Der 54 km lange Bach bzw. Fluss, der bei Raeren in Belgien entspringt, mündet in Jülich in die Rur. Die Inde durchfließt in ihrer naturnahen Ausprägung das Gebiet in Süd-Nord-Richtung. Nachdem wir die frühere Buschmühle erreicht haben, wandern wir nun an der Inde entlang. Zahlreiche Informationstafeln über den Lebensraum im Indetal über Flora und Fauna, aber auch über industrielle Vergangenheit und Nutzung der Bodenfunde, des Wassers und des Waldes informieren den Wanderer auf seinen Wegen. Doch auch der Boden und die Wiesen verlangen unsere Aufmerksamkeit. Der feuchte Herbst lässt zur Zeit eine selten gesehene Pilzpopulation förmlich aus dem Boden schießen und sprießen. Der erfahrene Pilzkenner und -sammler kommt in der jetzigen Jahreszeit voll auf seine Kosten. Nachdem sich an der Buschmühle unser Abstecherkreis geschlossen hatte, gingen wir nun direkt in Ufernähe an der Inde entlang, ein Weg, der den mäandernden Bach in seiner Schönheit zeigt. Weiter treffen wir auf eine Wegekreuzung, die uns Auskunft gibt, dass hier vor geraumer Zeit einmal die Haumühle und etwas weiter die Bocksmühle gestanden haben. Hier beginnt das Naturschutzgebiet Münsterbusch oder das Münsterbachtal, nur ein anderer Name für das Indetal. In den Auen beobachteten wir neben dem Baumfalken den Schwarzmilan. Beide zogen ihre Kreise in der Luft auf Ausschau nach Beute. Graureiher, einzelne Kormorane, Wasseramseln und Kanadagänse bevölkerten die Wiesen und das Indeufer. Sie alle finden hier reichlich Nahrung und genügend Lebensraum. Wer viel Zeit und Geduld mitbringt, wird auch hier den scheuen Eisvogel beobachten können. Der gewundene Bach/Flussverlauf mit dem von Strauch und Baum bewachsenen Ufer bietet dem Vogel das ideale Rückzugs- und Fanggebiet. Diese Tallage mit ihrem vielfältigen Relief, mit ihrer Artenvielfalt an Flora und Fauna übte auf uns als Besucher und Wanderer einen großen Reiz aus. In diesem schönen Wandergebiet können wir die Sanftheit und Ruhe der Natur förmlich erleben. Wer dazu noch einen Teil der Strecke für sich schweigend geht, kann mit allen Sinnen die Natur nicht nur beobachten, nein auch erleben. Ein großes Dankeschön ging daher zum Ende unserer Wanderung an Käthe Henn, die die Wanderung ausgearbeitet und auch an Dieter Franzen, der aus dem Internet die Route ausfindig gemacht hatte. Ein schöner Vormittag endete mit einer Einkehr in der Bahnhofsvision in Kornelimünster, wo nach vorheriger Anmeldung durch Käthe Henn sowohl der kleine, als auch der große Hunger gestillt werden konnte.

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Der HV mit Käthe Henn entlang des Indetales

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Informationstafeln entlang der Wanderwege

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Hinweise auf ehemalige Mühlen, Vergangenheit

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Kupfermeister errichteten die Mühlen an der Inde

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17 unserer Wanderer/innen im herbstlichen Indetal

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Satte grüne Wiesen im ehemaligen Abbaugebiet

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Noch ist der umgebende Wald grün und belaubt

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Herbstzeit, Pilzezeit, die Wiesen stehen voll davon





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