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Heimatverein
22.03.2017

Führung durch das Klinikum Aachen

Bericht: Helmut Vondenhoff

Nach einigen vorangegangenen Irritationen gelang es uns im 2. Anlauf durch Vermittlung von Dr. Klaus Dornseifer, eine Führung durch das Klinikum Aachen zu organisieren. Empfangen wurden wir im Universitätskrankenhaus der RWTH Aachen, das Haus mit der aussergewöhnlichen Fassade und Baumerkmalen, von Frau Dr. Haas. Sie hat jahrelang in der zahnmedizinischen Klinik gearbeitet und wechselte dann über in die professionelle Besucherbetreuung und steht interessierten Besuchergruppen auf Anfrage zur Verfügung. Von ihr erfuhren wir eine Menge an Informationen, Zahlen, Fakten, und Begebenheiten und lernten das Gebäude zuerst einmal unterirdisch kennen. Die üblichen Wege, Stationen, die der Besucher oder der Patient sieht und beschreitet, lagen abseits unserer Führung. Alleine 380 m Strecke sind die Wege für Ver- und Entsorgung. ferngesteuerte Anlagen bewegen wie von Geisterhand Körbe, Kästen, medizinisches Material, Wäsche, Essen, Hin- und Rücktransport aller Waren und Güter, eine logistische Meisterleistung. Service- und Wartungspersonal benutzen Fahrräder, um die Strecken im Eingreiffalle schneller zurückzulegen. Schon lange bevor 1985 das Klinikum seiner Bestimmung übergeben wurde, liefen die ersten Planungen ab 1971 bei einem Team von Architekten und Krankenhausplanern zusammen. Vieles wurde bis heute erneuert, saniert, modernisiert und verbessert. Ein Paradebeispiel für digitales Steuern einer Anlage ist die hauseigene Apotheke: von der Station, wo ein Medikament benötigt wird, über die Entnahme im riesigen Lager, bis zurück zur Station, wird alles elektronisch gelesen, gesteuert und transportiert. Keine Menschenhand ist dazu erforderlich; durch ein hervorragendes und zertifiziertes Prüf-und Kontrollsystem sind Fehler geradezu ausgeschlossen. Ein Höhepunkt für die Besucher/innen war einmal mehr die Wäscherei, unvorstellbar wie groß der Bedarf täglich an frisch gewaschener Bett- und Körperwäsche ist. Ganze Transportstraßen bringen riesige Beutel mit benutzter Wäsche aus allen Richtungen zur Reinigung. Auch hier kaum eine Menschenhand, die eingreift. Korrekturen im Prozess sind ausgeschlossen. Maschinen in überdimensionalen Größen, die die Wäsche bearbeiten. Schritt für Schritt durchläuft die Wäsche den normalen Vorgang, nur alles viel größer und riesig. Als Zahnmedizinerin konnte Frau Dr. Haas uns natürlich auch das übergroße Zahnlabor zeigen und erklären. Hier machen die Studierenden den ersten Behandlungsschritt auf den künstlichen Patienten zu. Einmal mehr gibt es aber auch neues und moderneres aus großer Höhe zu sehen. Von der 7. Etage blickten wir auf die Baugrube, wo neue unterirdische Operationssäle gebaut werden, Innovation lässt sich einfach nicht aufhalten, wo Bedarf ist, wird erweitert. Auch wenn das Universitätsklinikum Aachen seit November 2008 als „bedeutendstes Zeugnis der High-Tech-Architektur in Deutschland“ unter Denkmalschutz steht, es wird immer jung bleiben und sich stetig erneuern. Dafür steht der medizinische Fortschritt und die Bereitschaft der Verantwortlichen, Gutes zu erhalten und zu fördern.

Die Uniklinik steht als „bedeutendstes Zeugnis der High-Tech-Architektur in Deutschland“ seit Ende November 2008 unter Denkmalschutz.

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Interessierte Mitglieder vor der „rettenden Hand“

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Denkmalgeschütztes Gebäude Klinikum

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Ort der Stille und Einkehr, die Kapelle

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Lernlabor der Zahnmedizin im Klinikum

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380 m Strecke unterirdische Versorgungswege

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Aussenterrasse auf der 7. Etage mit Grün

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Geplanter Neubau der unterirdischen OP-Säle

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Vorlesung im kleinen Hörsaal mit dem HV





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