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Heimatverein
15.10.2016

Rundgang durch Vaals mit Babette Lemmer

Bericht: Helmut Vondenhoff

Was Babette Lemmer uns in ihrem Vortrag über das 975 Jahre alte Vaals erzählte, von Geschichte und Geschichten, erfuhren wir nun mit eigenen Augen und offenen Ohren bei einem Rundgang durch den historischen Ortskern von Vaals. Anhand von Straßennamen und Bezeichnungen lernten wir noch einmal, wer, was und wann in Vaals geplant, gebaut und errichtet hat. In der Beemderlaan auf der linken Seite treffen wir auf das Denkmal „Obelisk im Weiher“. Es wurde 1790 errichtet und markierte das nördliche Ende des Anwesens von Johann A. von Clermont. Prins Bernhardstraat und Beatrixstraat sowie Konigin Julianaplein und Prins Willem Alexanderplein erinnern an Mitglieder des Könighauses von Oranien. Der ehemalige Bahnhof wurde 1922 erbaut. Von Vaals bis Maastricht fuhr die Dampfeisenbahn. Ab 1928 fuhr dann die elektrische Straßenbahnlinie Aachen-Vaals bis hier. Beide Linien wurden aber wegen Unrentabilität im Jahre 1937 stillgelegt. Der Jos Francotteweg ist nach dem Vaalser Widerstandskämpfer benannt, der 1944 von der Gestapo ermordet wurde. Am Ende der Straße führt uns der Weg zum Platz, an dem die 2. katholische Kirche von Vaals , St. Josef, stand. Sie wurde 1954 eingeweiht und von der katholischen Gemeinde angenommen, jedoch wegen sinkender Bevölkerungszahl und mangelndem Besuch im Jahre 2004 entweiht und abgerissen. An gleicher Stelle entstand ein großes Multifunktionsgebäude mit Bücherei, Schule, Sozialeinrichtungen und Wohnraum unterschiedlichster Art. Durch einen Tunnel, der die Kinder der Schule und Fußgänger gefahrlos unter die Maastrichterlaan hindurchführt, gelangen wir zur Bloemendalstraat. Hier sehen wir das imponierende „Kasteel Bloemendal“. Dies war das letzte Wohnhaus von Johann A. von Clermont, der es zwischen 1790 und 1795 vom Architekten Moretti erbauen ließ. 1846 kaufte der Aachener Baron von Lommessen den Besitz und schenkte ihn dem Orden Sacre Coeur, da seine Tochter Anna in diesen Orden eingetreten war. Von 1848 bis 1966 war in diesem Kloster ein renommiertes Mädchenpensionat und eine bedeutende Klosterschule. Nach Aufgabe des Klosters und jahrelangem Leerstand wurde es nach grundlegender Restaurierung 1992 seiner heutigen Bestimmung zugeführt: als Hotel-Schloß-Restaurant Bloemendal. Die Allee „Sjwats Jris“, die direkt auf Bloemendal zuführt, hat ihren Namen aus dem Dialekt und bedeutet schwarze Asche.(Jris) Die Arbeitsschwestern des Klosters legten einst einen Privatweg zur entfernteren, 1825 angelegten Maastrichterlaan an, und befestigten diesen mit der schwarzen Asche der Öfen des Klosters. Nicht weit entfernt sieht man das historische Gebäude „Hoeve St. Adalbert“, ursprüngliches Herrengut des St. Adalbertstifts. Eine Schenkung aus dem Jahre 1041, durch Urkunde belegt, gilt als das Geburtsjahr von Vaals (Vallis) und ist das älteste Haus von Vaals. Momental ist das Gebäude Eigentum und Versammlungsraum und Archiv des Heimatkundevereins „St. Tolbert Vaals“. Weiter kommen wir zum van Clermont-Plein mit dem von 1761 bis 1765 vom Architekten Moretti erbauten „von Clermonthaus“. Es diente Johann Arnold von Clermont als Tuchfabrik und Wohnhaus. Auf dem Tympanon über dem Tor steht sein Wahlspruch: „Spero Invidiam“, was für ihn bedeutete: „ich hoffe beneidet zu werden“. Seine Schaffenskraft und sein unternehmerisches Denken ließen ihn zu einem reichen und einflussreichen Mann in Vaals werden. Zahlreiche Gebäude für seine Familie und seine Beschäftigten zeugen noch heute davon. Von 1858 bis 1924 ist der Tuchfabrikant Tyrell der Eigentümer. Zwischen 1975 und 1979 wurde das Gebäude restauriert und dient seitdem als Gemeindehaus für die Vaalser Bürger. In der Kerkstraat sehen wir die monumentale rk. kath. St. Pauluskerk aus dem Jahre 1893 mit dem 68 m hohen Turm. Sie ersetzte die alte St. Pauluskerk, die 150 m weiter südlich auf dem heutigen Parkplatz stand. Nicht weit davon entfernt in der Akenerstraat finden wir die „Frans Waalse Kerk“. Diese Kirche wurde im Jahre 1667 durch die französisch-wallonisch-reformierte Gemeinde an der ehemaligen Hauptstraße von Aachen nach Maastricht erbaut. Im Jahre 1803 ging sie in das Eigentum der hochdeutsch-reformierten Gemeinde über. Am Ende der Akenerstraat , an der Grenze zu Deutschland, steht die „Kleng Wach“, ein ehemaliges Zollhäuschen aus dem Jahre 1890. Durch die Lage von Vaals zwischen der deutschen, niederländischen und belgischen Grenze wurde in der Vergangenheit viel geschmuggelt. Im kleinsten und höchstgelegenen Zoll- und Kontrollhäuschen versahen die Zöllner ihren Dienst. An der Ecke Akenerstraat und Kerkstraat am vorher beschriebenen Parkplatz steht die Niederländisch Reformierte Kirche, die vom Archtekten Pieter Post 1671 erbaut wurde. Die Kirche wurde einst von Staten Generaal in Auftrag gegeben, um den zahl-reichen Reformierten , die in Aachen und Umgebung wegen ihres Glaubens verfolgt wurden, als Gotteshaus zu dienen. Die Kirche, erbaut für den protestantischen Gottesdienst, ist als solche die älteste in Limburg. Ihr Turm ist ein sogenannter Verteidigungsturm aus dem 13. Jahrhundert, der schon im 14. Jahrhundert als Kirchturm der alten katholischen St. Pauluskerk genutzt wurde, die auf dem Gelände des heutigen Parkplatzes stand. Bis 1893 gehörte dieser Turm zu beiden Kirchen. Am Ende führte uns Babette Lemmer in die reformierte Kirche, die mit einer Orgel aus dem 18. Jahrhundert ausgestattet ist. Hier finden regelmäßig Orgelkonzerte statt, die stets gut besucht werden. Ein Rundgang durch Vaals mit vielen interessanten Punkten fand hier einen würdigen Abschluss. Die 20 Besucher/innen aus Haaren erlebten Vaals einmal aus anderer Sicht.

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Babette Lemmer erzählt von ihrem Vaals

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Wohnhaus, Kloster, und Hotel Bloemendal

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Fabrik, Wohnhaus, und nun Gemeindehaus

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von Clermont: Ich hoffe beneidet zu werden

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Die Niederländisch Reformierte Kirche

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Ältestes Haus von Vaals, St. Tolbert

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Überall prächtiger Blumenschmuck in Vaals

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Altes Kirchenfenster von St.Josef





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