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Heimatverein
 Bericht Nr. 309 
27.02.2016

Ökumenischer Pilgerweg von Haaren nach Aachen

Bericht: Helmut Vondenhoff

Die Friedenskapelle auf dem Haarberg bildete am Samstag den prägnanten Ausgangspunkt für den 4. Ökumenischen Pilgerweg für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung in Aachen. Mehr als 200 Teilnehmer/innen trafen sich am Haarener Kreuz. „Wir wollen heute deutlich machen, dass die Ökumene in der Aachener Region in Bewegung ist, und laden zum Aufeinanderzugehen und Miteinanderunterwegssein ein“, erklärte Mitorganisatorin Andrea Kett vom Bischöflichen Generalvikariat. Sie hatte schon lange vorher mit dem Heimatverein die Möglichkeit der Einkehr der Pilgerschar in der Welschen Mühle erfragt und mit organisiert. Nach dem Aussendungsgottesdienst an der Friedenskapelle gab Weihbischof Johannes Bündgens den Segen mit auf den Weg in das Tal nach Aachen und zur Welschen Mühle. Der erste Pilger, der die Welsche Mühle erreichte, war ein Fahrradpilger, der die Strecke von Heinsberg bis Haaren per Rad zurücklegte und den gleichen Weg über Aachen auch wieder heimwärts musste. Die übrigen 200 Pilger füllten alsbald den Hof der Welschen Mühle, wo sie von Walter Nett von der Pfarre St. Jakob/ MISEREOR zur ersten Station begrüßt und empfangen wurden. Unter dem Motto „Keiner geht allein – Schritte zu mehr Menschlichkeit“ erinnerte er angesichts der aktuellen Flüchtlingsströme an das Leid und an die Strapazen dieser notleidenden Menschen. Dr. Klaus Dornseifer, 2. Vorsitzender unseres Vereins, begrüßte dann die Teilnehmer/innen und ging insbesondere auf die Bedeutung der Ökumene ein, auf den ökumenischen Pilgerweg der veranstaltet wird von den Evangelischen Kirchenkreisen Aachen und Jülich, der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Aachen, dem Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen und dem Bistum Aachen. Anschließend wusste Franz-Josef Heuser die Pilger/innen mit der Geschichte der Welschen Mühle und ihrer Vergangenheit zu unterhalten. Bei strahlendem Sonnenschein hörten die Teilnehmer interessiert zu. Maria Klatte vom Hilfswerk MISEREOR legte in ihrer Ansprache in der Welschen Mühle den Schwerpunkt auf Fluchtursachen der Flüchtlinge. „Konflikte um Wasser werden zunehmend wahrscheinlicher. Schuld daran trägt auch der Klimawandel, an dem wir durch unseren Lebenswandel einen entscheidenden Anteil tragen“. Wenn auch die Pilger mit dicken Jacken, Handschuhen, Mützen und Schals perfekt gerüstet waren, zog es doch einige in das Forum des Heimatvereins, um sich aufzuwärmen und das Pilgerfrühstück im Sitzen zu genießen, Andere dagegen liebten das Sonnenbad draußen. Hier übernahm der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Hoengen-Broichweiden unter der Leitung von Dr. Hartmut Engelbrecht die musikalische Gestaltung und begleitete die Lieder der Pilger mit ihren Instrumenten. Nach der Erholungspause in der Welschen Mühle zog der Strom der 200 Pilger an der Wurm vorbei zur zweiten Station am Rehmplatz. Hier ging es um das Thema : „Frieden? – Kinder und Jugendliche fliehen vor dem Krieg“. Dritte Station war der Elisenbrunnen. Thema hier:“ Gerechtigkeit und Teilhabe für alle?“ Hier begrüßte Oberbürgermeister Marcel Philipp die Pilger mit den Worten: „Die Welt ist in diesen Tagen zusammengerückt, und wir haben die Aufgabe, den Menschen, die den Weg zu uns finden, zu helfen.“ In der griechisch-orthodoxen Kirche „Hagios Dimitrios“ fand die ökumenische Schlussandacht mit Bischof Evmenios von Lefka statt. Hier wurde der ökumenische Gedanke – Christen aller Konfessionen treten für ein gemeinsames Ziel ein - deutlich. Dass das immer wichtiger wird, betonte Pfarrer Rolf Peter Cremer, Domkapitular und Pfarradministrator der Pfarrgemeinde Christus unser Bruder: „In den grundlegenden Fragen der Gesellschaft brauchen wir mehr denn je eine gemeinsame Stimme der Kirchen.“ Für die Vorbereitungsgruppe übernahm Andrea Kett die Abschiedsworte : „Wir haben heute erfahren, dass jeder von uns etwas für den Frieden und die Verständigung tun kann. Schritt für Schritt auch im Alltag können wir alle konkret dazu beitragen, wenn wir unser Verhalten ein wenig ändern.“

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Mit der Jakobsmuschel und dem Pilgerzeichen

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Der Innenhof der Welschen Mühle, 1. Station

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Zeit für Gespräche und eine kurze Rast

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Musikalische Begleitung vom Posaunenchor

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Franz-Josef Heuser (links) und Dr. Klaus Dornseifer (rechts) vom Heimatverein

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Gut beschützt sind die 200 Pilger auf dem Weg

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Walter Nett, Maria Klatte, Dr.Klaus Dornseifer und Andrea Kett begrüßen die Teilnehmer

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Unser Pfarrer Rolf Peter Cremer, Weihbischof Bündgens, und Andrea Kett gehören dem Ökumene-Team an.





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