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Heimatverein
20.10.2015

Besuch von zwei Klassen der kath. Grundschule Feldstr.

von Helmut Vondenhoff

Lange gab es keinen Besuch einer Schulklasse mehr in der Welschen Mühle. Mal wurde der Weiher saniert, mal wurde das Mühlrad repariert. Mehrere Anfragen auf Vorführungen mussten von uns aus abgesagt werden. Nachdem die Schäden am Mühlrad von der Stadt nach längerer Bedenkzeit anerkannt wurden, hat unser Mitglied Karl Heinz Starmanns im Auftrage der Stadt Aachen die erforderlichen Reparaturen an den Kammern des Mühlrades durchführen können. Im Vertrauen auf Vollstau des Weihers mit der benötigten Wassermenge für das Mühlrad und für einen entsprechenden Mahlvorgang sagten wir der Schule Feldstraße zu, den Kindern und den Lehrpersonen das Mahlwerk in Aktion vorzuführen. Am Tage vor dem Schulklassenbesuch rückte eine Mannschaft des Stadtbetriebes an, stellte die Wasserzufuhr zum Weiher ab und begann, den Weiher leer zu pumpen. Die restlichen der noch vorhandenen Fische wurden in Behältern gerettet und kurzerhand in den Mühlengraben umgesiedelt. Diese unvorhergesehene Aktion kippte unser Vorhaben und unser Versprechen, nahm uns aber nicht den Mut, improvisieren war angesagt. Pünktlich erschienen Herr Alda und Frau Willms von der Schule Feldstraße mit einer Erstklässlergruppe und einem zweiten Schuljahr. Da die Gruppe an einer Wasserprojekt-Woche beteiligt war, sollte die Wassermühle ein Höhepunkt im Programm werden. Franz-Josef Heuser führte die Kinder zum Weiher, erklärte die Funktion des nichtvorhandenen Wasservorrates und die Funktion des Mühlrades. Er erklärte den Kindern den Fluss des Wassers über die Ablaufwanne und schließlich das Auftreffen des Wassers auf das Mühlrad und die dadurch erzielte Drehbewegung des gewaltigen Rades. Begeistert hörten die Schüler/innen zu und stellten recht logische und einleuchtende Fragen. Weiter ging es zu dem großen zweiten Mahlstein, der den Eingang zur Welschen Mühle ziert. Die Vorstellung der Kinder, was man mit einem so großen Stein machen kann, fand schnell in der Mühle Erklärung. Da die rechte Mahleinrichtung bei der Restaurierung der Mühle außer Betrieb gelegt wurde, die linke Seite aber im Original erhalten blieb, konnten sich die Lehrkräfte, aber auch die Kinder ein Bild der Wirkungsweise eines Mahlwerkes vor Ort machen. Auch hier verstanden die Kinder durch die Erklärungen von F-J Heuser die Technik und den Ablauf einer Mühle, in der Korn gemahlen werden kann. Da der Besuch unserer Mühle schon länger durch die Schule und den Lehrkräften geplant und vorbereitet war, hatte Lehrer Alda mit den Kindern vorher das Lied: „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“ einstudiert und auswendig gelernt. Der Klassenlehrer begleitete den 24-köpfigen Kinderchor mit seiner Gitarre, ein kurzes Konzert, das den Kindern, aber auch den anwesenden Mitgliedern des Heimatvereins sichtlich Spaß bereitete. Begeisterte und zufriedene Schüler/innen mit ihren Lehrkräften traten wieder frohgemut den Rückweg zur Schule Feldstraße an mit der Vorstellung, noch einmal zur Welschen Mühle zurückzukommen, um dann die Mühle in voller Aktion zu erleben.

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Projektwoche Wasser, auf zum Weiher, wo das Wasser vermutet wurde

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Das große Mühlrad wird von den Schülern bestaunt, da kommen schon Fragen auf

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Warum hat der Nepomuk keinen Kopf mehr, vielgestellte Frage bei allen Besuchern

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Franz-Josef Heuser erklärt den Kindern das Mahlwerk oberhalb der Mahlsteine

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Zum Ende des Besuches erklang das schöne Lied: Es klappert die Mühle am rauschenden Bach





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