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Heimatverein
 Bericht Nr. 242 
15.04.2014

Vortrag Franz-Josef Heuser, Jakobsweg

Bericht: Helmut Vondenhoff

Auf den Etappenwanderungen nach Santiago di Compostella führten seine ersten zwei der jährlichen Etappen zu den Begräbnisstätten unseres Pfarrpatrons St. Germanus in Auxerre und der hl. Bernadette in Nevers. Der Start zu seiner Pilgerwanderung erfolgte im August 2012 in den Atzenbenden in Haaren und führte über Aachen, Bleiberg, Clermont und Battice, dabei legte er die ersten 37 Tageskilometer bis zur ersten Herberge zurück. Der zweite Wandertag endete nach 32 Kilometern in Lüttich, entlang der Maas auf ebener Strecke kam der Haarener Pilger gut voran. Weiter ging es nach Esmeux, 35 Km auf Waldwegen, aber auch an Maas und Ourte entlang bis zur Unterkunft auf einem Campingplatz. Die Frage der Unterkunft stellte sich jeden Tag aufs neue, es gab keine definierten Etappenziele, der Pilgerer sucht sich seine Unterkünfte nach Gutdünken aus, wie es die Tagesleistung und die Kondition und das Wetter erlauben. Mal sind es private Unterkünfte, mit und ohne Frühstück, mal mit und ohne Abendessen, die Improvisation, Suchen und Finden stehen am Tagesende immer im Vordergrund. Entlang des täglichen Weges trifft er auf alte Kirchen, alte Klöster, z.T. aus dem 15. und 16. Jahrhundert, auf alte Wassermühlen die vereinzelt auch als Gasthaus eingerichtet sind. Die Angebote an Pilgerherbergen in Belgien sind nicht groß, manchmal dient auch ein Wohnwagen als Unterkunft, mit fließendem kalten Wasser auf dem Campingplatz. In Dinant überquerte Franz-Josef die alte Römerbrücke über der Maas und fand freundliche Menschen die ihm privat Unterkunft boten. In Hastiere, nach weiteren 22 km traf er auf den Ort an dem angeblich Kaiser Karl den legendären Sprung über die Maas gemacht haben soll, sein Pferd soll dabei noch einmal kräftig nach hinten ausgeschlagen und dabei eine große Kerbe in einen Felsen getreten haben. Bei Bourg Fidel erreichte und passierte er die Grenze von Belgien nach Frankreich und fand fast in jedem Ort übergroße Denkmale zum Gedenken an die Kriegshelden des 1.Weltkrieges. In Reims endete die erste Etappe 2012, die Heimfahrt nach Aachen erfolgte mit dem Zug. Die 2. Etappentour begann mit der Busanfahrt von Aachen nach Reims später im Jahr im Oktober in die Champagne. Romanische und barocke Kirchen und Klöster säumten auch hier wieder die Wege und Straßen. Klöster, Pfarrhäuser boten inmitten grüner Landschaften wieder Unterkünfte, freundliche Autofahrer unterwegs nahmen den Pilgersmann auch schon mal in ihren Autos mit, die französischen Sprachkenntnisse reichten aus um sich vertändlich zu machen und um sich durch zu fragen. Gelegentlich kam er vom Routenweg ab wenn die Mitfahrtgelegenheit ihn zwar zu einer passablen Herberge brachte, er dann aber mit einem Linienbus die vorgesehene Strecke wieder erreichte. Erstaunlich waren in den kleinen Ortschaften die Kirmes die es fast überall gab, die bunten Karussells und die freundlichen Menschen. In der Gegend um Chablis wo ein hervorragender Wein wächst, lässt es sich inmitten grüner Wanderwege und gelegentlich durch Weinberge, vorzüglich wandern, vor allen Dingen als zwei Mitpilgerinnen sich unserem Wandersmann auf den Weg nach Santiago anschlossen. Durch Burgund kam eines der Ziele näher, Auxerre, dem letzten Ruheplatz unseres Pfarrpatrons in Haaren. Hier liegt in der karolingischen Krypta der ehemaligen Benediktinerabtei St. Germanus begraben. Geboren wurde Germanus um 380 n.Ch. in Auxerre, einem Bischofssitz. Dort wurde er im Jahre 418 zum Bischof gewählt, im Jahre 448 starb er. In der gotischen Kathedrale von Auxerre steht ein großes Reliquiar, welches einen Unterarmknochen des Heiligen enthält. Über Chravat entlang eines Flusslaufes erreichte Franz-Josef Vezelay mit seiner herrlichen Klosteranlage. Über Tanny und Premery und über Tagesetappen von 25 und 35 km erreichte er schließlich Nevers wo es auch wieder eine Pilgerherberge mit zahlreichen Pilgern gab. Hier ruht auch der unverweste Leichnam von Bernadette in einem kostbaren Glasschrein der Kirche des Klosters Saint-Gildard in Nevers.

1879 starb Bernadette, erschöpft und von ihren Krankheit ausgezehrt, an Knochentuberkulose. Vier Jahrzehnte nach Bernadettes Ableben wurde anlässlich ihrer Seligsprechung am 14. Juni 1925 ihr Grab geöffnet. Dabei fand man ihren Leichnam unverwest vor, während ihr Leichentuch vermodert und ihr Sterbekreuz verrostet war. Heute ruht der unverweste Leichnam von Bernadette in einem kostbaren Glasschrein der Kirche des Klosters Saint-Gildard in Nevers.

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Der Weg nach Santigo de Compostelle

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Hinter Bleiberg hat man bei einem Blick zurück eine schöne Aussicht auf St. Remy und dem „Öcher Bösch“.

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Die erste Privatunterkunft für 10 €

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Eine wunderbare Aussicht auf die Insel Vas-t‘y-Frotte in der Maas.

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Der Pilger hoch über die Maas

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Gemäß der Sage ist Kaiser Karl hier mit seinem Pferd über die Maas gesprungen.
Das Pferd soll beim Absprung mit seinem Huf den Felsen vom Massiv abgelöst haben.

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Ein Wegekreuz in Asquins lädt zur Rast ein

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Die Kathedrale in Nevers






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