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Heimatverein
11.12.2012

Filmvortrag über die Soers

Bericht: Helmut Vondenhoff

Der ursprünglich geplante und vorgesehene Vortrag mit unserem Kaplan Matthias Fritz über seine Amerikareise und seine Erfahrungen mit amerikanischen Jugendlichen musste leider wegen Erkrankung von Matthias Fritz, verbunden mit einem Krankenhausaufenthalt, an diesem Abend ausfallen. Da kaum Zeit übrig blieb einen anderen Vortragenden zu finden, und wenige Tage vorher die neue DVD mit dem Film über die Soers mit dem Titel: Friede, Freude Eierkuchen, in den Aachener Buchhandlungen zu kaufen war, konnten wir auf die Schnelle ein Ersatzprogramm mit dem Film für diesen Abend schaffen. „Abenteuer aus der Soers“ nennt sich der Film von Miriam Pucitta und Michael Chauvistre`, beide haben über zwei Jahre die Aktivisten vom Soerser Forum begleitet die mit viel Herzblut und viel Emotionen für den Erhalt der Aachener Soers in der Öffentlichkeit kämpfen. Das Soerser Forum unter der Führung von Prof. Dr. Hans Karl Rouette, aus einem echten alten Soerser Industriellengeschlecht, ist ein Zusammenschluss von Kaufleuten, Gewerbetreibenden und vor allen Dingen Soerser Bürger die für sich und für Aachen das Naturgebiet Aachener Soers erhalten wollen. Dafür protestieren und demonstrieren sie, sie halten Versammlungen für die Bürger ab und gehen mit ihren Protesten auf die Straßen. Ausgangspunkt der Misere in der Soers war der lange diskutierte Entschluss für Aachen ein neues Stadion, einen neuen Tivoli zu bauen. Doch mit dem ersten Spatenstich begann die finanzielle Krise – aus der bald auch eine sportliche wurde. Im Herbst 2012 ist die Alemannia zahlungsunfähig, die Insolvenz markiert den Tiefpunkt in der 112 jährigen Vereinsgeschichte. Von Friede Freude Eierkuchen kann beim Traditionsverein Alemannia Aachen schon seit längerer Zeit nicht mehr die Rede sein, der Film erzählt davon in überaus deutlicher Sprache. Ein Landschaftsschutzgebiet musste dem neuen Stadion ebenso weichen wie ein unter mysteriösen Umständen abgebranntes Restaurant. Erzürnte Kleingärtner die ihre Anlage an der Krefelder Straße verlassen mussten, wurden mit einer neuen Anlage an anderer Stelle bei Berensberg beschwichtigt, nachdem mehrere Bürgerinitiativen den Erhalt einer Wiese erzwungen hatten. Und in der Euphorie einer einzigen Bundesligasaison wurden vom charismatischen Oberbürgermeister Jürgen Linden alle Zweifel beiseite geschoben, denn das neue gigantische Stadion schien für die kleine Großstadt Aachen im Grenzgebiet zu Holland und Belgien wie ein Lichtstrahl am Horizont. In ihrem nachdenklich stimmenden, zuweilen auch humorvollen Film werfen die Regisseure Miriam Pucitta und Michael Chauvistrè einen Blick zurück auf diese bewegte Zeit und zeigen die mal dramatischen, mal versöhnlichen Begegnungen zwischen Bürgern und Lokalpolitikern. Der Film behandelt aber auch die menschlichen Seiten aller Beteiligten der Soerser Veränderungen, niemand kann die Trauer aus den Gesichtern der Kleingärtner vergessen als die Bagger anrückten und ihre bis dahin gepflegte Gartenanlage bodengleich machten. Hubert Cohnen, ihr 1.Vorsitzender, Soerser Urgestein, Tribünen-Ordner beim jährlichen CHIO in Aachen, Tribünen-Ordner bei der Alemannia, konnte seine Tränen beim Abschied von der Anlage nicht zurückhalten die er auch für seine Gartenfreunde mit vergoss. Oder der griechische Besitzer des Restaurants Zweistromland an der Krefelder Straße, ihm hatte man zugesagt dass sein Restaurant erhalten bliebe, dass er nach einer Renovierung seinen Betrieb wieder aufnehmen könnte, er vertraute den Machern der Stadt, er war guter Hoffnung auf einen Neustart. Doch sein Restaurant wurde unter mysteriösen Umständen eines Nachts im wahrsten Wortsinne regelrecht „abgefackelt“, übrig blieben nur verkohlte Reste der Einrichtung und Reste der Aussenmauern, Aufklärung über Auftraggeber der Aktion oder Erfassung der Täter gab es nie. Tivoli, Sportpark Soers, ALRV-Gelände mit immer größer werdendem Flächenbedarf, verschobene Kleingartenanlagen, Ersatzflächenbeschaffung, Bürgerbelange, Städtisches Management, Baulöwentum rund um den Tivoli, wenig genutzte Brückenüberführung über die Krefelder Straße alles Dinge die der Film sehr deutlich zeigt und anspricht. Er zeigt aber auch sehr deutlich wie sich Bürger zusammen finden, ihre Interessen artikulieren, sich für ihre Belange wirkungsvoll einsetzen und am Ende auch wirklich auch etwas bewegen konnten. Obwohl nicht zu verhindern war, dass die Soers zwar um ein Monument reicher, aber die Natur in der Soers ein Stück ärmer wurde.

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Protestzug durch das Soerser Tal, erhaltet uns die Soers

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Soers als reines Naturgebiet gilt es zu erhalten

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Die Soers, einer der Frischluftschneisen für Aachen und Landschaftsschutz

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Erhalten bleiben sollen die Soerser Landwirtschaft und ihre Betriebe





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