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Heimatverein
 Bericht Nr. 172 
19.06.2012

Haaren im Wandel der Zeit

Bericht: Helmut Vondenhoff

Wenn auch vielfach und fälschlicherweise in Aachen davon ausgegangen wird, dass mit Karl dem Großen die Geschichte Aachens beginnt, gibt es doch Zeugnisse darüber dass die Zeitrechnung für Aachen viel früher beginnt. In seinem Vortrag über den Wandel der Zeit in Haaren und Verlautenheide schilderte Franz-Josef Heuser sehr gekonnt und spannend die geschichtlichen Abläufe unserer Ortsteile seit der Römerzeit, weil es auch aus dieser Zeit konkrete Nachweise gibt. Feste Ortsgrenzen gab es wohl nicht, verstreute Gehöfte und vereinzelte Ansiedlungen bildeten den Wohnraum für die Menschen dieser Zeit. Ausgrabungen in Verlautenheide brachten eine römische Villa ans Tageslicht, römische Standarte prägten über 300 bis 400 Jahre die Wohnformen, Wegebau und Lebensart, bis auch gegen 400-500 n. Chr. der Verfall dieser Kultur einsetzte. Langsam entwickelten sich danach einzelne Landesstrukturen, Vorläufergebilde eines späteren Europas entstanden, etwa um 800 erfuhr das Reich Karls des Großen die größte Ausdehnung, allerdings gab es auch immer wieder Aufteilungen dieser Gebiete. Um 1000 n. Chr. entstand das Hl. Römische Reich deutscher Nation, darin eingebettet Haaren und Verlautenheide, immer an der Westgrenze zu den Nachbarländern. Um 1375 wird die erste steinerne Kirche in Haaren, 1623 zum ersten Male als Kirche St. Germanus erwähnt. Der Stadtplan von 1688 zeigt uns zwei Aachener Stadtmauern, wovon die erste (der innere Ring) auf Geheiß von Kaiser Barbarossa schon 1172 begonnen wurde. Von 1760 gibt es die erste Flurkarte Haarener Quartiere, 1770 entstand die Schollkarte, sie diente zum Nachweis über Grundstücke und deren Eigentümer und wurde zur Besteuerung der Bevölkerung herangezogen. Haaren und Verlautenheide gehörten von ca. 1300 bis 1792 dem Aachener Reich an. 1792 und 1794 besetzten die Franzosen unsere Gebiete, bis 1814 gehörten wir zu Frankreich, in der Zeit entstand auch das erste Bistum Aachen unter Bischof Berdolet. Die Tranchotkarte zeigt von 1803 bis 1820 das französische Aachen mit seinen umliegenden Dörfern. Karten von 1834 zeigen zum ersten Male den Verlauf der Haarener Hauptstraße, der heutigen Alt-Haarener Straße, die Ortsentwicklung auch in Verlautenheide, lässt sich an Hand späterer Kartenwerke leicht deuten und ablesen. 1930 entstehen neue Bistumsgrenzen, das neue Bistum Aachen wird gegründet und hat bis heute Bestand. 1971 kommt es in Aachen zur Kommunalen Neugliederung, wiederum verändern sich Ortsgrenzen, Eingemeindungen verändern alte gewachsene Strukturen, die Stadt Aachen schluckt auch Haaren, Eilendorf, Quinx, Nirm und Verlautenheide und macht die Ortsteile zum Stadtgebiet. Doch auch kirchliche Grenzen bleiben nicht unangetastet, am 31.12.2009 schließen die Kirchenbücher der 4 Pfarreien St. Hubertus in Verlautenheide, St. Germanus in Haaren, St. Elisabeth und St. Martin in Aachen. Sie werden ab 01.01.2010 zusammengeführt und bilden den neuen Pfarrbezirk „Christus unser Bruder“. Grenzen gab es immer und wird es auch immer wieder geben, auf den Landkarten können wir es über Jahrhunderte nachvollziehen, Franz Josef Heuser hat es uns in seinem Vortrag deutlich gemacht.

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Franz-Josef Heuser schildert unsere Entwicklung sehr treffend

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Gespannt verfolgen die Zuhörer/innen seine Erklärungen und Deutungen

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Man ist allgemein erstaunt über die geschichtlichen Hintergründe

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Selbst Pastor Johannes Dupont erfreuen die Ausführungen





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