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Heimatverein
 Bericht Nr. 169 
24.05.2012

Mahlsteine-Reparatur / Welsche Mühle

Bericht: Helmut Vondenhoff

Als im Jahre 2006 das neue große Mühlrad von der Firma unseres Mitgliedes Karl Heinz Starmanns fertig gestellt und eingebaut wurde, kam auch der Wunsch auf das alte Mahlwerk wieder gangbar und funktionstüchtig zu machen. Der erste Versuch einer Restaurierung des Mahlstuhls durch die Stadt Aachen und ein Versuch das Mahlwerk wieder in Betrieb zu nehmen scheiterte am 09.05.1972 kläglich. Es dauerte also bis 2006 um erneut erste Initiativen und Aktionen rund um das Mahlwerk der Welschen Mühle einzuleiten. Im Heimatverein gab es eine Hand voll Enthusiasten die sich Anfang 2007 ans Werk machten auf handwerkliche Art mit weiterer Unterstützung von K.H. Starmanns auf dem Holzsektor und dem Schlossermeister Wilhelm Lothmann das gesamte Mahlwerk wieder flott zu machen. Am 07.08.2008 war es so weit, nach mehreren Erprobungen lief das Mahlwerk wieder, es klapperte die Mühle am rauschenden Bach und das erste von „Amateur-Müllern“ gemahlene Mehl wurde aufgefangen. Aber schon damals war ersichtlich, dass die Mahlsteine nur eine begrenzte Laufzeit überstehen würden, bei häufigem Gebrauch nutzten sich die im Stein gemeißelten Rillen natürlich ab. Eine Revision im Frühjahr 2012 zeigte deutlich die Abnutzungsspuren auf beiden Mahlsteinen die eine gänzliche Erneuerung oder eine totale Überholung beider Steine notwendig machten. Es war gar nicht so einfach heute noch Fachfirmen zu finden die sich mit dieser Art handwerklicher Tätigkeit auskennen und diese noch ausüben. In Hans Titulaer aus Plasmolen in den Niederlanden fanden wir den geeigneten Mann dessen Betrieb „Molensteenmakerij“ der einzige Betrieb in Europa ist der noch Mahlsteine herstellt, er produziert neue Kunststeine und Basaltlavasteine und restauriert alte Langzeit gelaufene Mahlsteine. Für Wartung und Schärfen von Mühlsteinen und Mahl- und Wartungsberatung ist er der richtige Mann, durch und durch Handwerker von altem „Schrot und Korn“. An Hand von übermittelten detaillierten Digitalfotos und Abmessungen der alten Steine beriet uns Hans Titulaer auf einen kompletten Austausch zu verzichten und auch um Kosten zu sparen. Zur erforderlichen Reparatur der alten Steine war Hans Titulaer mit seinem Gehilfen und den nötigen Gerätschaften pünktlich in der Welschen Mühle. Der untere und festliegende Mahlstein wies die größten Verschleißspuren auf, Rillen waren nur noch andeutungsweise zu erkennen, blank wie Marmor erschien die Lauffläche. Nach alter Handwerkstradition und über Jahrhunderte lange ausgeübte Technik wurde Rille für Rille , Bogen für Bogen von Hand nachgeschlagen. Höchste Präzision und feinste Ausführung waren schon bald erkennbar, die Symmetrie des Gesamtbildes kam immer mehr aus dem Stein heraus zum Vorschein. Beim oberen Stein, dem beweglichen Teil des Mahlwerks waren die Rillen noch etwas erhaben und konnten in Handarbeit einzeln für einzeln tiefer geschliffen werden. Aber auch das ist leichter gesagt als getan, schweißtreibend, mühsam und zeitraubend war die Arbeit des Meisters. Nach Entfernung kleinster Steinteilchen und Stäube aus dem Steinsystem konnte der untere Stein wieder aus einem Spezialgemisch von Mehl, Bindemittel und Wasser rundum abgedichtet werden. Die Montage des oberen Steins schloss sich an und endete mit einem ersten Probelauf der zur Zufriedenheit aller Beteiligten endete. Nach Aussage des Meisters liegen nun mindestens zehn störungsfreie Jahre Arbeit für die restaurierten Steine an.

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Karl Pütz, unser Projektleiter am demontierten oberen Mahlstein

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Der untere Mahlstein ist frisch geschlagen

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Nun wird gesäubert und geputzt

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Der Meister schärft den oberen Stein

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Rille für Rille von Hand nachgearbeitet

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Zum Schluss erfolgt die Abdichtung

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....dann die Endmontage des Mahlwerkes

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Alles sitzt und passt wieder wie vorher....

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....endlich geschafft, Josef und Karl, fix und fertig.




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