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Heimatverein
 Bericht Nr. 149 
26.11.2011

Wanderung durch Münsterländchen

Bericht: Helmut Vondenhoff

Das letzte Wanderwochenende des Jahres führte uns nach Kornelimünster und in das Tal der Inde. Bei der Anfahrt passierten wir in einer Kurve am Ortsausgang von Brand die Stelle an der eine Woche vorher 5 junge Menschen durch einen schrecklichen Verkehrsunfall ihr Leben verloren. Einen Tag vor dem 1. Adventsonntag bleiben diese Eindrücke lange haften und beschäftigen auch den Wanderer noch wenn sich ihm die sonnigen Wiesen- und Waldwege öffnen. Vom Dorfkern aus findet man schnell den Einstiegsweg entlang der Inde durch den Klauser Wald und das Frankenwäldchen. Käthe Henn, unsere Wanderführerin hatte wieder eine sehr schöne Wanderstrecke vorbereitet die bei typischem Heimatvereinswetter schon früh morgens 22 Teilnehmer/innen anlockte. Herbstliche Farben auf bunten Blätterteppichen begleiteten uns durch die Waldstrecken, jetzt kahle Bäume ließen die Sonnenstrahlen wieder durch und erwärmten den doch schon kalten Boden. Sobald wir aus den Wäldchen und vom Waldrand auf Wiesenwege wechselten, flutete die Sonne die Weiden, auf denen noch die letzten Weidekühe ihr Futter fanden. Jenseits aller Hektik und Straßenlärms, mitten in der natürlichen Umgebung des Münsterländchens erholten sich Augen und Ohren von den sonst üblichen Einflüssen des täglichen Lebens. Nicht ohne Grund wurde dieses Gebiet schon 1928 das erste Naturschutzgebiet der Region Aachen. Ohne allzu viele Fahrtkilometer zu bewältigen, haben wir doch in näherer Umgebung recht schöne Naherholungsgebiete die auch die Sinne ansprechen und die zudem Stoff für regionalen Geschichtsunterricht bieten. Naturschutz, Kultur, Industrie, hier wird man eingeladen alles zu erleben. So sind die alten Kalköfen im alten Aachener Münsterland wichtige Zeugen der frühindustriellen Vergangenheit unserer Heimat. Der so genannte Kohlenkalk der hier im Steinbruch gewonnen wurde, entstand vor ca. 350 Millionen Jahren. Der gebrochene Kalk wurde in den „Kalköfen“ zu „Branntkalk“ verarbeitet, daraus wurde dann in früh- und vorindustrieller Zeit Düngemittel und Mörtel hergestellt. Doch überall wo Wasserläufe sind finden wir auch Mühlen, so die Bilster Mühle und die Komericher Mühle. Die Bilster Mühle ist schon lange nicht mehr in Funktion, wogegen die Komericher Mühle, ehemalige Kupfer- und später Walk- und Spinnereimühle, aber mit dazugehörigen Gebäuden bis heutzutage nach erfolgreicher Restaurierung vielfältig genutzt wird. Hier plante man ein Textilmuseum mit allen zur Textilherstellung erforderlichen Maschinen einzurichten. Doch nach den Vorarbeiten fanden sich keine zahlungsfreudige Sponsoren mehr, das Vorhaben wurde eingestellt und viele der Exponate und diverse Textilmaschinen landeten in Aachen in der Soers, im so genannten „Tuchwerk“, der ehemaligen Stockheider Mühle und späteren Färberei Rzehak. Auch hierbei wartet man bis heute auf Fördermittel um die Planungen umzusetzen. Unser Weg nach dem Passieren der Komericher Mühle ging zur Klauser Kapelle, der ehemaligen Einsiedelei „Maria im Schnee“ aus dem Jahre 1658. Zum Abschluss gab es in Venwegen in einem sehenswerten alten Café leckeren Kuchen. So erfuhren wir ganz nebenbei, dass Alemannia Aachen am heutigen Tage als Vorletzter der zweiten Liga den zweiten Saisonsieg eingefahren und die Abstiegsplätze verlassen hatte.

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Bei sonnigem Wetter und passender Wanderkleidung geht es durch dass Münsterländchen

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Über die fast wasserlose Inde in den Wald

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Käthe Henn ist zufrieden und froh

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Die Bilster Mühle, vergangene Arbeitsstätte

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Alter ehemaliger Kalkofen am Waldrand

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Wanderwege die den Wanderer erfreuen

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Wiesen- und Waldwege im steten Wechsel

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Tief im Tal liegt die Komericher Mühle

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Auf der Anhöhe die Klauser Kapelle von 1658




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