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Heimatverein
 Bericht Nr. 148 
22.11.2011

Auf dem Weg nach Santiago de Compostella

Bericht: Helmut Vondenhoff

Allgemein sagt man, viele Wege führen nach Rom. Doch führen auch viele Wege nach Santiago de Compostella. Egal wohin man in Europa reist, überall finden sich Hinweise auf den Jakobsweg, die Pilgermuschel, als weithin sichtbares Zeichen ist das Merkmal für den Pilger. Auch von Aachen, von St. Jakob weisen die Muschelschilder über Melaten, über den alten Römer-Weg nach Maastricht über Belgien, Frankreich bis hin nach Spanien. Mancher macht sich auf den Weg um die Strecke in einer Tour zu bewältigen, andere dagegen bevorzugen in Etappen zu wandern, in Grüppchen, per Fahrrad, manche Rollstuhlfahrer sind dabei, sogar Omnibuspilger nach Compostella gab es schon.

Mit Gaby und Franz-Josef Hennecken hatten wir zwei Pilger bei uns die über die letzten 7oo Kilometer Wegestrecke auf Schusters Rappen, und mit schwerem Gepäck bis Santiago, berichteten. Ihr gemeinsames Ziel war für sich selbst Wege zu suchen, Belastungsgrenzen körperlicher, geistiger und seelischer Art heraus zu finden. Ihre Pilgerzeit im April und Mai bot rein wettermäßig und landschaftsmäßig optimale Voraussetzungen, wenn auch die Temperaturen morgens von 2°C bis abends um die 29°C betrugen. Uralte, schon von den Römern benutzte Wege, die manches Mal kilometerlang geradeaus führten, steinig und uneben, bergauf und bergab, mussten bewältigt werden. Bei der Gebirgsüberquerung blies ständig ein kalter Wind von vorn, es ging durch schneebedeckte Geröllfelder und Plateaus. Hier wurde die durchschnittliche Kilometerleistung enorm gedrosselt. In den Tälern dagegen blühende Erika- und Ginsterbüsche, bodenblühende Pflanzen die die Pilger durch ihre Blütenpracht wieder versöhnten. Immer wieder stand die Herbergssuche und die Versorgungsbeschaffung an, Ungewissheit war stets; „was erwartet die Pilger am heutigen, am nächsten und an den folgenden Tagen?“ Obschon die Faszination des Pilgerweges nach Com-postella unverändert anhält, obschon sich viele Menschen auf den Weg machen, ist die Einsamkeit doch ständiger Begleiter. Gelegentlich gibt es tagsüber soziale Kontakte die abends in den Herbergen auch gepflegt werden, gemeinsam aber ist allen das Ziel, anzukommen. Anzukommen im Glauben daran was seit dem 9. Jahrhundert im Jakobsweg Bestand hat, glauben daran dass das Grab des heiligen Jakobus, der im Jahre 44 enthauptet wurde, durch eine Lichterscheinung in Santiago de Compostella nach ca. 800 Jahren wieder entdeckt wurde. Viele einprägsame Bilder und ein gefühlvoll vorgetragener Vortrag von Gaby und Franz-Josef Hennecken waren für unsere 35 Besucher ein gutes Beispiel dafür, dass in unserer heutigen Wohlstandsgesellschaft Menschen in der Lage sind ihre körperlichen Ansprüche zu minimieren. In dem sie große körperliche Anstrengungen und Entbehrungen auf sich nehmen, sich psychisch quälen, manches Mal kurz vor dem Aufgeben sind, glauben sie doch an das was sie am Ziel erwartet. Im Glauben gestärkt, von ungeahnten Glücksgefühlen übermannt, in Dankbarkeit erfüllt von der eigenen Leistung, so erleben sie die Ankunft in der Kathedrale von Santiago. Die Beiden haben unsere Hochachtung voll verdient.

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Helmut Vondenhoff bei der Begrüßung

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Einleitende Worte der Hauptakteure

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Im Heimatforum gibt’s den rechten Flügel bei Vorträgen, ...

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... sowie den linken Flügel.

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Franz-Josef Hennecken zeigt voller Stolz die Pilgerstempel der zahlreichen Herbergen die unterwegs aufgesucht wurden. Vom einfachsten Lager bis zum 100 Personen fassenden Schlafsaal im Kloster wurde alles angeboten. Der müde Pilger schläft einen tiefen Schlaf.

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Gaby Hennecken nimmt gerne ein gutes Tröpfchen und eine Spende für einen guten Zweck vom Vorsitzenden des Vereins in Empfang. Ein Danke für einen interessanten Abendvortrag.




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