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Heimatverein
 Bericht Nr. 058 
10.11.2009

Ausstellung, Geschichte der Kirche St.Germanus

Bericht: Helmut Vondenhoff

Die dritte Ausstellung im Seniorenwohnheim in Haaren am Haarbach wurde in Zusammen-arbeit mit dem Begegnungszentrum St. Germanus und dem Heimatverein Haaren/Verlauten-heide eröffnet. Dieses Mal standen die Pfarrkirchen von Haaren und Verlautenheide im Mittelpunkt. Da in diesem Jahr zum Jahresende die Kirchenbücher der bisherigen Pfarrgemeinden St. Germanus, St. Hubertus, St. Martin und St. Elisabeth geschlossen werden, kommt es zum neuen Pfarrverbund dieser Pfarreien. Neuer Name der neuen Pfarre ab 01. Januar 2010 wird lauten :“Christus unser Bruder“, Bruder Lukas wird dann der verantwortliche Pfarrer sein.

Herr Venedy , Leiter des Seniorenwohnheims und Frau van de Braak im Namen der Begegnungsstätte, richteten freundliche Begrüßungsworte an die zahlreich erschienen Besucher die überwiegend aus Mitgliedern des Heimatvereins bestanden. Helmut Vondenhoff als Vorsitzender des Heimatvereins ging in seiner Begrüßung insbesondere der Frage nach wie und wann die Kirche in Haaren zum Namen St. Germanus kam. Kürzlich erst konnten wir in Auxerre das Grab des hl. St. Germanus besuchen der in Auxerre im 4. Jahrhundert geboren wurde, dort als Bischof gewirkt hat und in Ravenna starb. Die erste Kapelle oder steinerne Kirche in Haaren, auch „alte Kirche“ gelegentlich genannt, mit dem Namen St. Germanus, stammt wahrscheinlich aus den Anfängen des 14. Jahrhunderts. Es existiert daraus noch eine Glocke von 1357 die sich heute im Diözesanmuseum in Köln befindet. Im Jahre 1483 stellt Dederich van Goch, ein Rektor der Kirche St. Sebastian in Würselen, der in Haaren wohnte und die dortige Kirche betreute, ein Zins- und Rentbuch für St. Germanus aus. Die erste nachweisliche Erwähnung von St. Germanus im Zusammenhang mit der örtlichen Kirche. 1623 wurde die Haarener Pfarre selbstständig, 1704 wurde die alte Kirche durch eine neue schlichte Backsteinkirche ersetzt und 1889 begann man nach den Plänen des Baumeisters van Kann mit dem Bau der neueren Pfarrkirche St. Germanus. Durch kriegsbedingte Schäden und Umbauten erhielt die Kirche dann ihr jetziges Gesicht und wird uns bis zum Jahresende noch als St. Germanus bleiben um dann als Gotteshaus der Pfarre „Christus unser Bruder“ zu dienen. Die Kirche selber wird weiterhin St. Germanus heißen.

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