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Heimatverein
 Bericht Nr. 056 
03.11.2009

Freie Walldorfschule in der Welschen Mühle

Bericht: Helmut Vondenhoff

Karl Pütz wäre nicht Karl Pütz wenn er nicht immer wieder versuchen würde für die Welsche Mühle, für sein Projekt das Optimale herauszuholen. Dass wir zu wenig Wasser aus dem Pumpenzulauf in den Mühlenweiher und auf unser Mühlenrad bekommen, ist bekannt. Die Feuerwehr Haaren steht auch nicht immer zur Verfügung wenn gemahlen werden soll. Mit Josef Keldenich fand Karl Pütz den Tüftler der ihm mithalf kurzfristig den Wasservorrat im Weiher zu vergrößern. Mit List und Tücke haben Beide den Zulauf zum Wehr, das den Wasserstrom auf das Mühlrad regelt, verändert, abgedichtet und optimiert. So kann man nun für kurze Zeit mit dem zur Verfügung stehenden Wasservorrat wirklich mahlen. Gerade rechtzeitig fertig, meldete sich auch schon die Freie Walldorfschule Aachen mit 29 Kindern und 3 Lehrkräften zu einem Besuch in der Welschen Mühle an. Pünktlich um 9:30 Uhr erschienen die jungen Besucher und wurden vom Vorsitzenden im Namen des Heimatvereins begrüßt und Karl Pütz hielt seinen Vortrag über die Geschichte und Wirkungsweise der Welschen Mühle um damit seine Zuhörerschar auf das bevorstehende Mahlerlebnis einzustimmen. Die Schulkinder die den Besuch der Mühle von langer Hand vorbereitet hatten, hatten Saatgut im letzten Jahr gekauft, ausgesät, in diesem Jahr geerntet, von Hand gedroschen und in zwei handlichen Säcken zur Mühle und zum Mahlen mitgebracht. Jetzt sollte das eigene Korn gemahlen werden, die Spannung bei den Viertklässlern stieg, jeder wollte zuerst nach vorne. Die „Freizeit-Müller“-Mannschaft mit Karl Pütz, Josef Keldenich, Jüppchen Hüllenkremer und Helmut Vondenhoff setzte nicht nur alle Hebel in Bewegung, sie ließen auch Wasser auf das Mühlrad laufen und so klapperte die Mühle am rauschenden Bach. Eine riesengroße Freude für die Kinder war es das eigene Korn in den Trichter auf die Mahlsteine zu befördern und im unteren Bereich des Mahlwerkes zu sehen wie weißes Mehl die Ablaufrinne unter den Mahlsteinen verließ. Jeder wollte natürlich alles sehen, alles wissen und erfragen wie und warum denn nun alles so passiert. Karl Pütz mit seinen Mannen blieb keine Antwort schuldig, mittlerweile sind sie schon geübt die Vorführungen zu einem Erlebnis werden zu lassen. So auch für die Freie Walldorfschule Aachen die sich mit Wissensdurst, Aufmerksamkeit und erstaunlicher Disziplin für so eine große Klasse in der Welschen Mühle darstellte.

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