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Heimatverein
 Bericht Nr. 016 
28.09.2008

Mühlenfest in der Welschen Mühle

Bericht: Helmut Vondenhoff

Unser Mühlenfest am 28. September 2008

Der Heimatverein Haaren/Verlautenheide hatte zur Welschen Mühle eingeladen und viele, viele Besucher kamen.

Eingeleitet durch eine Erntedankmesse die Bruder Lukas hielt, umrahmt von herbstlicher Erntedekoration und mitgestaltet vom katholischen Gemeindechor, mit Fürbitten der Kinder der Grundschule Haaren startete unser Fest. Eine gute und positive Presse in der Vorwoche und ein Herbstwetter mit strahlendem Sonnenschein lockte Gäste aus der ganzen Region nach Haaren.

Unser Vorhaben das Mahlwerk der Welschen Mühle wieder flott und funktionstüchtig zu machen tat ein übriges dazu, die Neugier und die Lust auf nostalgischem Korn mahlen in einer jahrhunderten alten Mühle lockte Groß und Klein und steigerte den Bekanntheitsgrad unseres Vorzeige-Denkmals.

Erfreulicherweise konnten wir dieses Mal doch wieder einige Mitglieder und Einwohner des Ortsteiles Verlautenheide begrüßen, zahlreiche Besucher des nahegelegenen Seniorenwohnheims, ebenso viele Vertreter der Ortsvereine, sowie den Leiter des Textil-museums Kommericher Mühle, den Vorsitzenden des Heimatvereins Eilendorf, den Bürger- und Gartenbauverein Brand und die ehemaligen Bezirksamtsleiter von Haaren Heinz Lindgens und den ehem. Gemeindedirektor Josef Sion.

Die älteste Tochter des letzten Betreibers der Mühle, Maria Horbach fand sich mit ihrem Sohn und ihrem Enkel ein um ihnen die Mühle in Betrieb zu zeigen, wie sie es selbst als Kind vor ca.48 Jahren zum letzten Male gesehen hat. Enkel und Urenkel von „Harry Horbach“ kannten alles nur vom Hören-Sagen und konnten sich nur schwer vorstellen dass ihr Opa und Ur-Opa sowie ihr Groß-Onkel Servatius Horbach das alles alleine bewerkstelligt haben.

Viele Bürger Haarens nutzten die Gelegenheit das Innere der Mühle zu besichtigen um zu sehen wie von Wasserkraft angetrieben die Räder ineinandergriffen und der schwere Mühlstein sich drehte und der eingelassene Brotweizen langsam zu weißem Mehl wurde. Sie hatten all das noch in Erinnerung, kamen sie doch vor 50 Jahren und noch länger zurück als junge Menschen öfter zur Welschen Mühle und hatten die Gelegenheit mit der Familie Horbach gemeinsam Mühlenatmosphäre zu erleben.

Durch die Initiative unseres Heimatvereins, unter der Leitung von Karl Pütz und Josef Keldenich und einiger weniger Helfer, entstand in vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden ein wieder funktionierendes Mahlwerk das die Kornmühle wieder zur Mühle gemacht hat.

Doch ohne die Unterstützung einiger Firmen und der Bezirksvertretung Haaren mit dem Bezirksamtleiter Herrn Hüllenkremer wären diese Tätigkeiten nicht zu bewältigen gewesen. Karl Heinz Starmanns stellte Holz, Arbeitsstunden und Maschinenstunden zur Verfügung, die Schlosserei Lothmann aus Aachen half bei allen kniffeligen Schlosserarbeiten, baute Lager aus und ein, war immer zur Stelle wenn Hilfe nötig war. Der Installateur Helmut Dohlen verbrachte mit einem Gesellen einen Tag im Mühlengraben um das Aussen-Mühlrad neu abzudichten, die STAWAG Aachen hatte die entsprechenden Maschinen und einen verständnisvollen Werkstattleiter um uns eine Achse wieder zentrisch zu drehen. Die Firmen Schenker und Lüth sponserten den Abtransport des tonnenschweren zweiten Mahlsteins der nun am Torbogen im Eingang zur Welschen Mühle zu sehen ist.

Die (noch) bedauerliche Situation dass wir zum Betrieb der Mühle immerhin mindestens 1200 Liter Wasser/Minute benötigen und der natürliche Zulauf nur 200 Liter bringt, führt dazu dass unsere „Freiwilligen“ aus Haaren immer wieder zur Stelle sind, sei es zu „Generalproben“ oder beim „Ernstfall Mühlenfest“, und uns gerne helfen.

Ihnen und allen Helfern vor dem Fest, besonders während des Festes und nach dem Fest gebührt unser Dank, ohne diese Hilfen wäre das das Fest nicht zu dem geworden wie es war und was es war.

Durch Spenden und fleißige Mitarbeit hat der Heimatverein dazu beigetragen, in Verbindung mit musikalischer Unterhaltung durch das Blasorchester Haaren und den Eheleuten Leuchtenberg sowie durch Versorgung mit Speis und Trank, unseren Mitbürgern ein herbstlich gefärbtes Fest mit Aktionen in der Mühle zu bieten, das einen ganzen Tag für Frohsinn und Gesprächsstoff sorgte und viel Freude in einer vertrauten und stimmungsvollen Umgebung aufkommen ließ. Wer unser Fest nicht besuchen konnte, hat etwas versäumt.


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