20.11.16 Friedhofsganng und Totengedenken

von Helmut Vondenhoff

Novemberwetter, Regen, Kälte, Trauermonat, Zeit für Besinnung und Gedenken an jene Menschen, die nicht mehr unter uns sind. Traditionell gedenkt auch die Interessengemeinschaft Haarener Vereine ihrer Verstorbenen und Hinterbliebenen beider Weltkriege. Mit Musikbegleitung und Fahnenträgern setzte sich der Zug der Vereinsabordnungen von der Redoute aus in Richtung Friedenstraße in Bewegung. Allen schlechten Wettervorhersagen zum Trotz und trotz dunkler Regenwolken über Haaren, fanden sich doch in diesem Jahr wieder mehr Teilnehmer bereit,  ihren Verein zu vertreten. Das Trompetencorps Schwarz-Rot bot mit seiner Blasmusik auf dem Weg zum Friedhof angepasste Weisen und Musikstücke. An der Trauerhalle wartete schon die Chorgemeinschaft Haaren mit einer kleinen Besetzung, um die Gedenkfeier mit festlichem Chorgesang zu begleiten. Mit Unterstützung der Dirigentin, Frau Henkes-Rolle, sang die Gemeinschaft „Wohl mir, dass ich Jesum habe“, ein Choral aus der Kantate von Joh. Sebastian Bach. Guido Hüllenkremer, der Vorsitzende der IG Haarener Vereine, begrüßte die Teilnehmer/innen und legte einen Kranz als äußeres Zeichen des Zusammenhaltes, der Verbundenheit und der Gemeinschaft mit den Toten vor den Namenstafeln der Verstorbenen nieder. In liebevollem Gedenken sollen wir unsere verstorbenen Vereinsmitgliedern , die in der Zeit des Krieges Opfer von Terror und Gewalt wurden, nach schwerer Krankheit und Leiden verstarben oder friedlich entschlafen sind, ehren und in Erinnerung bringen. Ein Trost sei uns auch dabei unser christlicher Glaube, der uns Hoffnung und Zuversicht auf ein Leben nach dem Tod schenkt. Eine gelebte Übung unserer Werte ist auch die Tradition, die uns heute wieder hierher gebracht hat und die wir lange noch bewahren sollen. Guido appellierte mit Nachdruck daran, das selbst auch wenn das Interesse und die Bereitschaft zur öffentlichen Bezeugung unserer Kultur abnimmt, wir doch an unserem Friedhofsgang festhalten sollten, um einen Gegenpol zu setzen zu Ignoranz und Intoleranz. Mit diesen eingehenden Worten bedankte sich Guido Hüllenkremer bei allen, die heute hier versammelt waren und diese Feier mitgestalteten. Die Chorgemeinschaft sang danach den Irischen Segen „Möge die Straße uns zusammenführen“ sehr eindrucksvoll, wenn auch die Töne und Laute manchmal vom Winde verweht wurden. Nachdem die Gelegenheit geboten wurde, die Gräber der eigenen Verstorbenen kurz zu besuchen, setzten sich die Abordnungen der Haarener Ortsvereine wieder in Marsch und lösten sich am Zeughaus der Freiwilligen Feuerwehr Haaren auf. Ein Zeichen der Verbundenheit war dieser Friedhofsgang wieder für die IG Haarener Vereine und deren Vertreter.

Abordnungen Haarener Vereine auf ihrem Friedhofsgang zu Ehren und Gedenken ihrer Toten

Die kleine Besetzung der Haarener Chorgemeinschaft mit Chorleiterin Frau Henkes Rolle

Fahnenträger der Haarener Vereine, Fw. Feuerwehr, Löschzug Haaren
Für den Heimatverein trägt Franz-Josef Heuser die Fahne (rechts)

Der Vorsitzende der IG Haarener Vereine

Guido Hüllenkremer mit seiner Gedenkansprache für die Verstorbenen der Haarener Vereine