17.09.16 Fahrt nach Duisburg und Oberhausen

von Helmut Vondenhoff

Der Duisburger Hafen feierte am Vortag seinen 300. Geburtstag mit entsprechender Resonanz in der Bevölkerung und in der Politik. Neben der örtlichen Prominenz erschienen die Ministerpräsidentin von NRW, Hannelore Kraft, und der Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt zur Feier des Tages. Der Heimatverein besuchte den  größten Binnenhafen Europas am Zusammenfluss von Rhein und Ruhr einen Tag später und startete mit einer Hafenrundfahrt zu den größten und wichtigsten Betrieben, Speditionen, Zulieferbetrieben und großen Arbeitgebern des Ruhrgebietes und von NRW. Unsere Reiseleitung mit Heidrun Regener und Klaus Dorn-seifer hatte das Besuchsprogramm für Duisburg und Oberhausen wieder akribisch vorbereitet und informierte die 54 Mitreisenden im Bus über die Geschichte der letzten 300 Jahre und der Bedeutung des Duisburger Hafens nach den Einbrüchen bei Kohle und Stahl. Durch die Weiterentwicklung des Duisburger Hafens sind ganz neue und mehr Arbeitsplätze entstanden, ein Wandel für die Zukunft mit einer bisherigen Erfolgsgeschichte.

Am Rheinufer bestiegen wir wieder bei legendärem Heimatvereinswetter das Rundfahrtschiff - ein Urlaubstag auf dem Oberdeck in der Mittagssonne. Immer neue Eindrücke und Sehenswürdigkeiten taten sich in den weitverzweigten Hafenbecken auf. Neue moderne Anlagen und Technikbetriebe, aber auch ältere Industriestätten hatten hier ihren Platz. Neben dem größten Schrottplatz Europas gab es noch riesige Kohlenbunker und Halden mit Kohle aus China. Industrie und Wirtschaft prägten das Bild der Stadt, des Hafens. Die Ruhr, der Rhein, die Autobahn, Kraftwerke aber auch wiederum grüne Oasen zwischen den Industrie- und Wohnansiedlungen, der stetige Wechsel belebt die Landschaft. Teil zwei der Busreise führte uns nach Oberhausen zum Gasometer, dem Wahrzeichen der Stadt Oberhausen. Dort stand der Besuch der aktuellen Ausstellung des NABU „Wunder der Natur“ an, die einzigartig und bildgewaltig das Leben der Tiere und Pflanzen darstellte. Großformatige Fotografien und überwältigende Film-ausschnitte zeigten uns die faszinierenden schöpferischen Kräfte des Lebens. In den rund 150 Abbildungen hatten sich die namhaftesten Bildkünstler und Naturfotografen der ganzen Welt in der anschaulichen Wirkung der Bilder eingebracht. Daneben gab es auf einer anderen Ebene des 117 m hohen Gasometers einen weiteren Höhepunkt: eine 20 Meter große Erdkugel im gigantischen Innenraum des Gasometers. Hier wird der blaue Planet leuchtend zum Leben erweckt. Bewegte, hoch aufgelöste Satellitenbilder werden detailgenau auf die Erdkugel projiziert. Wir Besucher erlebten die faszinierenden Erscheinungen der Erdatmosphäre im Wechsel von Tag und Nacht und dem Wandel der Jahreszeiten. Die Fahrt im gläsernen Panoramaaufzug auf das Dach des Gasometers bot uns anschließend einen Blick auf unseren Heimatplaneten, wie ihn sonst nur Astronauten erleben. Ein einmaliger Rundum- und Fernblick über das Ruhrgebiet mit Industrien, Autobahnen, Flüssen, Kanälen, Wohngebieten, Grünzonen ließ uns innehalten und machte uns deutlich, dass wir hier oben doch klein und bescheiden sind. Mit diesem Eindruck verließen wir den Gasometer, das Ruhrgebiet und fuhren wieder Richtung Heimat, wieder in unsere vertraute und angestammte Umgebung.

Hafenrundfahrt in Duisburg-Ruhrort

Unser Reiseleiter gemütlich an Bord

Duisburg, Rhein, Autobahn, Kraftwerk

Moderne Fahrgastschiffe auf dem Rhein

Der Gasometer in Oberhausen

Ausstellung, Besucher des Heimatvereins vor Ort

Führung durch die Bilderausstellung

Aus 117m Höhe Blick auf die Emscher