05.09.15 Stadtfahrt nach Köln

von Helmut Vondenhoff

 


Unsere zweite Halbjahresfahrt führte uns zu einer Besichtigungsfahrt nach Köln. Der Start in Haaren und Verlautenheide erfolgte im angesagten Regen. Das schmälerte aber nicht unsere gute Laune. Klaus und Bärbel Dornseifer mit Kurt Müller hatten schon eine Woche vorher die Fahrt exzellent vorbereitet. Die bewährte Marlis Hilger, sonst eifrige Mitvorbereiterin, konnte aus gesundheitlichen Gründen weder mitgestalten, noch an der Fahrt teilnehmen. Heidi Regener, unsere Fremdenführerin bei einer vorigen Fahrt nach Düsseldorf, übernahm ihre Aufgabe und gab schon im Bus auf der Hinfahrt eine kurze Einführung über sehenswerte Dinge und Einrichtungen in Köln. Gemeinsam mit Klaus Dornseifer informierten sie unsere 46 Mitreisende über bevorstehende Besichtigungen, Führungen und Programmablauf. St. Andreas, eine romanische Kirche aus dem 1200 Jahrhundert, früher Klosterkirche, heute Bistumskirche, war unser erstes Besuchsziel,  zentral in Domnähe gelegen mit passendem Busparkplatz. Ein Spaziergang über die Domplatte, vorbei am Römisch-Germanischen Museum, führte uns zum Rhein und zur ersten Einkehr ins Terrassenrestaurant „Zum Krütsche“, wo wir uns leckeren Kaffee genehmigten und auf der gegenüberliegenden Rheinseite die neu errichteten fast 500 m langen Sitzterrassen am Rheinufer sehen konnten. Anschließend folgte die Stadtrundfahrt mit unserer Busfahrerin Patricia, die sich in Köln mindestens so gut auskennt, wie unser Stadtführer der Stadt Köln. Sie führte uns über die Severinsbrücke, eine von 7 Rheinbrücken im Stadtgebiet. Von hier bietet sich ein imposantes Bild der Stadtsilhouette, wobei der Dom das prägende Element von allen Seiten darstellt. Imponierend auch die Kranhäuser im Rheinauhafen, 17 Stockwerke hoch, assoziieren sie in der Form eines umgedrehten L`s drei Hafenkräne mit Auslegern zum Rhein. Es gab jede Menge zu sehen unterwegs: Köln Triangle, das 100 m hohe Bürohochhaus, Kölner Zoo und Flora mit Seilbahn über den Rhein, die Lanxes Arena für Sport, Musik und Kultur, die Kölner Messe, mit dem Monument vor dem Portal, das an Nicolaus August Otto erinnert, dem Erfinder des Otto-Motors. Dunkle Wolken begleiteten uns auf der Fahrt, jedoch blieb es regenfrei. Auch begleitete uns parallel eine Zeit die gute alte KVB, die uns an unsere alte Öcher Tram erinnerte. Vor dem Sion-Kölsch, einer alten traditionsreichen Speisegaststätte, endete unsere Stadtrundfahrt, auf der wir viel von Köln gesehen und viel über Köln gehört haben. Ein Gourmet-Tempel ist das Sion-Kölsch nicht gerade, erinnert doch der Lärm-Pegel eher an das Münchener Oktoberfest. Doch hier vor Ort schmeckt dem Besucher eben das leckere Kölsch. Eine Domführung mit exzellenter Wissens- und Datenvermittlung schloss sich an. Resümee: auch in Köln und im Dom begann alles und überall mit den Römern  und schließt aktuell mit Kardinal Woelki. Eine Erkundung der Kölner Innenstadt, wie wir sie von der Fernsehübertragung des Kölner Rosenmontagszuges her kennen, brachte uns wieder auf die Domplatte. Hier machten Aktionskünstler und Musiker des WWF, einer Tierschutzorganisation, mit lauter Trommelmusik auf sich aufmerksam. Der Alte Markt in Köln ist ein Inbegriff für Aktion und Remmidemmi. Im Schatten des historischen Rathauses trifft sich Gott und die Welt. An diesem Samstag haben ca. 50–60 junge Menschen, männlich wie weiblich, Junggesellenabschied gefeiert. Gemeinsam mit ihrem zahlreichen Anhang, ausgestattet mit reichlich geistigen Getränken und den tollsten meist knappen Kostümen, feierten sie ausgelassen zur Freude der auswärtigen Besucher. Die älteste Apotheke Kölns, das Haus Farina von 1709, begann als kleine Parfümfabrik und erlangte Weltruf. Das Haus besteht noch heute in seiner ursprünglichen Form, doch ist die Produktion der edlen Düfte verlagert worden. Was wäre Köln ohne nicht den Tünnes und den Schäel gesehen zu haben? Versteckt in einer Ecke am Alter Markt stehen sie in Lebensgröße und dienen den Touristen, Besuchern, Junggesellen-Abschiednehmer/innen und Hochzeitspaaren als stumme Fotomotivbeigabe. Ganz Köln, und besonders die Altstadt, ist ein einziges Fotomotiv. Nicht alles kann man beschreiben, nicht alles bekommt man zu sehen, aber ein Besuch Kölns ist in jedem Fall empfehlenswert und lohnend. Unseren Teilnehmern an dieser Fahrt hat es sehr gut gefallen,  und sie waren voller Begeisterung über die akustischen und optischen Eindrücke, die der Besuch hinterlassen hat - dank unserer Reiseleitung und der guten Vorbereitung.

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Das Ziel unseres Ausflugs, Köln mit dem Kölner Dom
Erste Station, St. Andreas, ehemalige Klosterkirche, jetzt Pfarrkirche des Doms
Ansicht der linken Rheinseite bei der Stadtrundfahrt vom Bus aus
Eingang Messegelände, Ort vieler Messen und Ausstellungen
Kranhäuser im Rheinauhafen
Auf der Domplatte ist ständig etwas los, Musik und viel Volk
Das Innere des Kölner Doms ist monumental, Stätte alter Kirchenkultur
Überbleibsel der fünften Jahreszeit in Köln im Angebot und Ausverkauf