03.04.15   Karfreitagswanderung nach Moresnet

von Helmut Vondenhoff

 


Das Wetter in der Karwoche zeichnete sich nicht durch besondere Freundlichkeit aus. Selbst wenn Claudia Kleinert und Sven Plöger sich bei den Wetternachrichten um Besserung bemühten, ein Tief löste das andere ab, Regen und nochmals Regen, sogar ein Sturmtief namens „Niklas“ zog über uns dahin. Es entwurzelte nicht nur Bäume im Aachener Wald, es zwang sogar die Bundesbahn zum totalen Stopp. An einem Tag fuhren keine Züge mehr. Der frühere Werbeslogan der Bahn: „Alle reden vom Wetter,  nur wir nicht“, wurde außer Kraft gesetzt, man beugte sich der Natur. Ganz anders am Karfreitag. Da wanderte der Heimatverein von Adamshäuschen im Aachener Wald nach Moresnet auf alten Pilgerpfaden. Der Himmel zeigte sich blau, die Sonne versuchte die Niedrigtemperaturen etwas anzuheben, ideales Wanderwetter. Doch nur 12 unserer Wanderer/innen trafen sich an Adamshäuschen, die einzigen,  die dem Wetter am frühen Morgen vertrauten. Fünf weitere unserer treuen Moresnet-Fans zogen es  vor, mit dem fahrbaren Untersatz den Kalvarienberg zu erreichen. Wie in jedem Jahr begrüßten wir unterwegs die Frauengruppe aus Verlautenheide, unseren alten Freund Hubert Schoenen, Hans Hammer mit Freunden, ehemalige SINGER-Kollegen aus Würselen und Kohlscheid und viele bekannte Gesichter aus den Vorjahren. Allgemein konnte man feststellen, dass die Beteiligung an der Karfreitagswanderung an diesem Tag eher rückläufig war. Das Wetter der vergangenen Tage spielte wohl bei vorherigen Verabredungen eine entscheidende Rolle. Unterwegs waren die Wanderer im Vorteil, die Wanderschuhe mit M+S-Profilsohlen anhatten. Der Untergrund war durch den lang anhaltenden Regen und durch schwere Holzernte-LKW`s aufgeweicht und zerfahren. Unser Ziel, den Kalvarienberg, erreichten wir aber unbeschadet und besuchten wie immer die einzelnen Stationen und die Kreuzigungsgruppe. Für neue Mitwanderer war es interessant,  einmal den ehemaligen Friedhof der früher hier tätigen Mönche zu besuchen. Leider ist er nicht mehr so gepflegt, und die Natur breitet sich wieder auf dieser Gedenkstätte aus. Der Besuch der Kirche in Moresnet ist nach wie vor ein Muss. Hier findet man Stille und Andacht, hier kann der Gläubige sich zurückziehen. Kein Moresnet-Besuch ohne Einkehr; unser Stammcafe hatte uns schon wie in den Jahren zuvor eine lange Tafel reserviert, wieder bestens vorbereitet von Karl Pütz, der  mit Gattin Aline und Enkelin Gina und mit Heribert und Marlene Schroeder nach uns eintraf. In gemütlicher Runde nahmen wir alle unsere Fischmahlzeit ein, die wie immer in unserem Stamm-Cafe hervorragend mundete und schon optisch ein Leckerbissen war. Gute Gespräche und angenehmes Beisammensein rundeten den Morgen in Moresnet ab. Genau so froh, wie wir den Hinweg angetreten waren, machten wir uns mit guter Laune auf den Rückweg nach Adamshäuschen und wünschten uns dort ein frohes Osterfest, um von dort wieder nach Haaren zu fahren.

 

Unsere kleinere Gruppe auf dem Wege zum Kalvarienberg in Moresnet

Wie in jedem Jahr treffen wir auch wieder auf Verlautenheidener Freundinnen

Und ebenfalls wieder Hans und Karin Hammer, Frau und Peter Merkelbach

Der Mönchs-Friedhof auf dem Kalvarienberg verfällt leider immer mehr

Zentraler Punkt, die Kreuzigungsgruppe, Ort der Stille und Besinnung

Hier hat der jüngste Sturm „Niklas,“ im Wald    seine Spuren hinterlassen

Traditionelle Einkehr in Moresnet mit Fischgericht und Reisfladen

Unser Quartierchef Karl Pütz mit Aline und Enkelin Gina