04.11.14  Dienstagstreff und Verzällabend

von Helmut Vondenhoff

 


Die ungeliebte Zeitumstellung im Herbst und im Frühjahr des Jahres führte dazu, dass unsere Mitglieder den Wunsch äußerten, unseren Dienstagstreff von 19:00 Uhr auf 17:00 Uhr vorzuverlegen. Für den ersten Abend schien es gelungen. Kamen doch einige Besucher/innen mehr zur Welschen Mühle, zum Treff, die dann noch bei hellem Tageslicht das Forum füllten. So mancher mag sich im Vorübergehen gefragt haben, was unter der Plane verborgen sein könne, die über den im Hof stehenden Anhänger geschlagen war. Unser Mitglied Wilfried Koerens hatte sich als Gestaltungskünstler betätigt. Nach einer Idee von Franz-Josef Heuser hat er das ehemalige Haarener Steinkreuz vom Haarberg im Maßstab 1:10 aus Beton nachgebildet. Das Steinkreuz auf dem Haarberg konnte aus der gesamten Aachener Umgebung gesehen werden. Es war ein markanter Punkt in der Landschaft. Gestiftet wurde es vom ehemaligen Haarener Gastwirt, Schreiner und Bauunternehmer Johann Georg Gilliam. Das genaue Datum der Fertigstellung und der Anlass der Stiftung sind allerdings nicht bekannt. Das Jahr der Errichtung lässt sich in etwa aus der Tätigkeit des Architekten Heinrich van Kann festlegen. Dieser fertigte die Pläne für die neue Haarener Kirche 1885 an. Der Bau wurde im Herbst 1889 begonnen, und die Einweihung erfolgte  am 03. Mai 1892. Die Kirche bekam damals einen Beichtstuhl aus Tirol, ebenfalls eine Stiftung des hiesigen Bauunternehmers Gilliam, welcher auch das 15m hohe Steinkreuz auf dem Haarberg errichten ließ. So schrieb Pfarrer Loerper 1892 in seinen Pfarraufzeichnungen. Aus der Haarener Tätigkeit des Architekten Heinrich van Kann und aus der Eintragung des Pfarrers Loerper kann man schließen, dass das Haarener Kreuz also etwa um 1890 herum erbaut wurde. Zerstört wurde es im Nachmittag des 08. Oktober 1944 durch Kriegseinwirkung im Kampf um Verlautenheide und Haaren, eine Sprengung war wahrscheinlicher als die Zerstörung durch Artillerie. Hier stand es jetzt als Nachbildung vor den staunenden Mitgliedern des Heimatvereins. Ein Kleinod mit langer Haarener Tradition entstand durch handwerkliche und künstlerische Fähigkeiten und selbstloses Schaffen von Wilfried Koerens. Die Frage einer eventuellen Aufstellung an einem würdigen Platz hatten der Vorsitzende und der Geschäftsführer des Vereins bereits im Vorfeld mit Herrn Christoph Venedey, dem Leiter des Seniorenzentrums und Herrn Hans Fretz von der Pfarrverwaltung besprochen. Auf dem Gelände des Seniorenzentrums in der Nähe des Eingangs schien der passende Aufstellungsort zu sein. Weitere Gespräche und Beratungen in der Verwaltung der Pfarre und des Seniorenbeirates sollten aber endgültig darüber entscheiden. Bereits auf dem Mühlenfest hatten Hans Scholtes und Resi Gemünd, die langjährige Lebensgefährtin unseres verstorbenen Mitglieds  Josef Stollenwerk, ihre Zusage gegeben, unsere Zusammenkünfte zu besuchen. Nun waren sie bei uns und versprachen wiederzukommen. Es hat ihnen bei uns und unter uns sehr gut gefallen. Ein Anreiz für andere, auch zu kommen, Gäste sind uns jederzeit willkommen. Aus Gästen werden irgendwann Mitglieder die bei uns dabei sein wollen.

 

Neuer Beginn des Dienstagstreffs, 17:00 Uhr

Alle Besucher waren pünktlich am Platz

Die Nachbildung des Haarener Kreuzes fand Gefallen

Das wollten natürlich alle sehen, Beifall für Wilfried Koerens

Unser Jahrbuch Nr.29, der Renner, 100-te Haarener erkennen sich wieder

Josef Hüpgens liefert Namen nach, die bei Drucklegung noch fehlten

Hans Scholtes, neuer Besucher und neues Mitglied?

Resi Gemünd, neue Besucherin, neues Mitglied?