05.04.14 „Haaren und Verlautenheide räumen auf“
von Helmut Vondenhoff

 

Viele engagierte Bürger, Gruppen und Vereine, Schulen und Einzelpersonen waren nicht nur in der Innenstadt unterwegs, auch in den äußeren Bezirken und Stadtteilen wie Brand, Richterich, Laurensberg, Haaren und Verlautenheide wurden sie aktiv. Sie alle folgten dem Ruf der Stadtverwaltung, im Rahmen des Frühjahrsputzes mit anzupacken und die öffentlichen Wege, Plätze und Anlagen von Müll zu befreien und die Stadt und Bezirke wieder abfallfreier und sauberer zu machen. Ca. 6000 angemeldete Freiwillige, ausgerüstet mit Handschuhen, Müllbeuteln und Greifzangen leisteten im Rahmen ihrer Möglichkeiten im Laufe des Tages einen Beitrag zum Frühjahrsputz in unserer Stadt. Mit dieser gezielten jährlichen Aktion soll auch eine gewisse nachhaltige Sensibilität geschaffen werden, dass man eine gemeinsame Verantwortung für sein Umfeld trägt und es wert ist, sich dafür einzusetzen. Und dass solch ein Bewusstsein bislang nicht bei allen Aachenern vorhanden ist, zeigt sich schon allein an den Mengen und Funden der vergangenen Jahre, die sich nicht nur auf achtlos fallen gelassene Papier- oder Verpackungsmüll beschränken. Schon frühzeitig versammelten sich die fleißigen Helfer in Haaren vor dem AWO-Haus in der Alt-Haarener-Straße wo der Bezirksamtsleiter Frank Prömpeler mit dem Bezirksbürgermeister Ferdi Corsten und dem Ratsherren Karl-Heinz Starmanns die Utensilien für das Einsammeln von Abfällen verteilten. Im Innenhof der AWO war mit vereinten Kräften im Nu ein Zelt aufgestellt wo nach Abschluss der Aktion wieder die von einem bekannten Haarener Unternehmen gestifteten Speisen eingenommen werden konnten. Wieder allen voran zeigte Guido Hüllenkremer von den Hooreter Frönnde mit den Kids der Gesellschaft beispielhaften Einsatz im Kampf gegen Müll und Abfall in Haaren. In Verlautenheide trafen sich die freiwilligen Helfer um 10:30 Uhr. Mit unseren 8 Helfer/innen des Heimatvereins sammelten wir wie in den Jahren zuvor in unserem früheren Bereich um St. Germanus, Alt-Haarener-Straße, Jugendheim, Germanusstraße, alte Schule, Straße zum alten Friedhof, d.h. zum Freizeitgelände an der Wurm bis zur Friedenstraße und wieder zur Alt-Haarener-Straße. Im Bereich der Kirche am angrenzenden Klinkenberg-Gelände entsorgte ein Alkoholiker so viele Wodka-Flachmänner die allein einen halben Abfallsack füllten, ein spezieller Genießer mit wenig Manieren. Das Gelände des ehemaligen alten Friedhofes und die umliegenden Straßen und Anlagen zeugen in hohem Maße von der Gleichgültigkeit der Nutzer dieser Gegend, und der Bereitschaft sich allen Abfalls durch Wegwerfen zu entledigen, jedes Jahr aufs Neue. Auch hier eine Konzentration von Wodka-Schnapsflaschen in den Büschen, Pizza und Imbiss-Verpackungen aller Art, Papierabfälle in jeder Form. Wenn man ein Auto verschrottet oder verkauft, gibt es doch keinen plausiblen Grund die Nummernschilder mit dem Zubehör hier in die Büsche zu werfen. Obschon der Stadtbetrieb hier regelmäßig säubert, klagten die Anwohner uns gegenüber dass die Vermüllung stets wieder neu beginnt. Begleitfahrzeuge des Stadtbetriebes nahmen unterwegs bei den Sammlern die blauen Säcke mit, mehrere Wagenladungen kamen so zusammen, Abfall der vermeidbar gewesen wäre, wenn der- oder diejenigen ihn selbst entsorgt hätten die ihn auch verursachten. Eine Aufgabe der besonderen Art die wartet.

 

Treffpunkt AWO-Haus, Materialausgabe

Fleißige Helfer beim Aufbau Gastronomiezelt

Guidos  Hooreter Frönnde mit Kids
Das blieb vom Auto übrig, Abfall und Müll
Käthe und Josef Henn sammeln Müll....
Maria Bertram und Franz-Josef Heuser ebenfalls
Ursula und Norbert am vermüllten Spielplatz
Wagenladungen Abfall in Haaren gesammelt